interaktiv

Praktikum im Studium

Schubert in der Förderschule

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

13.06.2017

Heute war eine Schulaufführung in der Waldorfschule für geistig behinderte Kinder, in der wir unser Kulturarbeit-Projekt umsetzen wollen. Alle Klassen (von der 1. Klasse bis zur Werkstufe) haben präsentiert, was sie im Musik- und Eurhythmieunterricht zuletzt gelernt haben. Es gab also viele Gesangs- und Tanzdarbietungen. „Unsere“ Klasse hat auch etwas aufgeführt und ich glaube, es war gut für sie, dass wir sie auch dabei begleiten und unterstützen konnten. Den Zusammenhalt hat das sicherlich noch einmal gestärkt.
Besonders beeindruckt war ich aber von der Werkstufe, beziehungsweise von ihrem Lehrer. Er hatte mit ihnen die Komposition zum „Erlkönig“ von Franz Schubert einstudiert. Es gab eine Klavierbegleitung und die Schülerinnen und Schüler haben als Chor gesungen. Was mir daran gefallen hat, waren zwei Dinge: Erstens hat die Stufe das sehr gut gemacht und es war eine hochwertige Aufführung. Zweitens aber fand ich es toll, dass der Lehrer überhaupt ein solches Stück ausgewählt hatte. Denn es ist doch schade, wenn geistig behinderten Jugendlichen nur Kinderlieder zugetraut werden – warum sollten sie nicht auch anspruchsvolle klassische Musik singen können? Wenn sie es können – und das konnten sie – und Spaß daran haben – davon gehe ich nach der Darbietung auch stark aus –, spricht doch nichts dagegen. Ich fand das ein sehr schönes und inspirierendes Beispiel dafür, dass Förderschulen nicht einfach nur Beschäftigungsmaßnahmen und Bespaßungstherapie darstellen, sondern hier genauso etwas Großes erreicht werden kann wie an anderen Schularten. Besonders für unser Bilderbuch-Projekt wird das eine gute Motivation sein.

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