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Praktikum im Studium

Workaholic?

Erst einmal vorneweg: Mein Praktikum macht mir immer noch Spaß. Größtenteils sind es typische Praktikantenaufgaben, die ich erledige. Zum Beispiel habe ich vorige Woche mehrere hundert Briefe gefaltet und in Briefumschläge gepackt, 60 Plakate mit Flyern beklebt, auf denen die Vorführungszeiten standen, und Gemüse für die Verpflegung einer Band geschnippelt. Dennoch ist es schön zu sehen, dass das, was man tut, auch einen Effekt hat. Als ich am Freitag in der Kneipe gegenüber vom Haus der Springmaus zu einer Geburtstagsfeier eingeladen war, konnte ich stolz erzählen, welche der Plakate in den Fenstern ich aufgehängt hatte, dass das Fensterbild am Büro von mir gemalt wurde und es gut ist, dass ich die Programmhefte draußen täglich auffülle, sonst wären die jetzt schon längst leer.
Was ich allerdings auch merke: Ich bin sehr geschafft. Meine Woche sieht momentan immer so aus, dass ich von 10 bis 18 Uhr Praktikum habe, dann kurz nach Hause fahre, etwas esse und mich dann nochmal für ein paar Stunden in die Mathe-Bib setze, um mich an meine Bachelorarbeit zu setzen. Am Wochenende bin ich ebenfalls tagsüber für mindestens fünf Stunden im Mathezentrum, um weiterzukommen.
Zeit für meine Freunde finde ich unter der Woche gar nicht. Denn nach acht Stunden Arbeit und drei Stunden Bib bin ich froh, wenn ich einfach nur ins Bett gehen und mich entspannen kann. Dafür versuche ich, mir am Wochenende zumindest die Abende für sie freizuhalten.
Was ich von diesem Praktikum auch mitnehme: Ein Nine-to-five-Job ist nichts für mich. Ich bin froh, als Lehrerin später vormittags feste Termine zu haben, die Arbeit am Nachmittag und Abend aber selbst planen zu können. Außerdem muss ich darauf achten, mich nicht zu überfordern. Da ich gerade mit der Bachelorarbeit gut vorankomme und optimistisch bin, rechtzeitig und zufriedenstellend fertig zu sein, bin ich momentan meist gut gelaunt und entspannt. Zwischendurch sah das aber auch anders aus. Vor ein paar Wochen noch hatte ich manchmal das Gefühl, dass mir alles über den Kopf wächst. Da war es noch wichtiger als jetzt, die Wochenenden zu nutzen, um mich zu erholen. Ich weiß, dass der Lehrerberuf stressig ist, und will nicht mit 30 dem Burn-Out erliegen. Darum ist es gut, dass ich jetzt schon probe, mich zeitlich zu managen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 2, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 2, 2017

Praktikum im Studium

Herzlich willkommen!

Schrittreiche Wochen als Postbedienstete gingen nun zu Ende. Der krönende Abschluss meines Ferienjobs waren 97 Pakete, von denen allein 43 für eine Firma waren. Natürlich konnte ich so viel „Tetris“ spielen wie ich wollte, die zahlreichen Kartons wollten einfach nicht in meinen Postbus passen. Zwangsläufig stellte ich zuerst die Firmenpakete zu und daraufhin musste ich die restlichen beladen und ausliefern. Mein letzter Arbeitstag kostete mich wahnsinnig viel Zeit und Kraft. Glücklicherweise erhielt ich am nächsten Tag meine Lohnabrechnung für August, was die Anstrengung und den Muskelkater in meinen Oberarmen nur noch halb so wild erscheinen ließ.
Über die Hälfte meiner Semesterferien sind vorüber. Nun hat der schönere Teil bereits begonnen: mein Praktikum am Förderzentrum Bad Windsheim. Zwar muss ich täglich 45 Minuten zur Schule pendeln, aber dafür erhalte ich neue Eindrücke und mache Erfahrungen, die meinen Horizont erweitern.
Ich bin Teil der 6. Klasse, in der 15 Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigung, Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten sind. Das Tolle ist, dass ich mich auf Anhieb wohlgefühlt habe. Schon das Kollegium des großen Förderzentrums begrüßte mich ganz herzlich im Lehrerzimmer. Selbst die Direktorin war sehr interessiert an mir, trotz mangelnder Zeit und ständigem Stress. Auch mein zuständiger Lehrer bemüht sich sehr, mir wichtige Informationen und Tipps zu geben. Ganz besonders ist dieses Mal, dass eine Referendarin im ersten Jahr die Klasse teilweise betreut. Sie hatte auch an der Universität Würzburg studiert und erzählte mir sehr viel von ihrer Zeit als Studentin und ihren Herausforderungen als jetzige Referendarin.
Vier Wochen begleite ich die Klasse und hoffe, die Lehrer so gut unterstützen zu können wie möglich. Ich bin glücklicher denn je und sehr gespannt auf die kommende Zeit!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 27, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 27, 2017

Praktikum im Studium

Was macht man eigentlich im Theater?

Die erste Hälfte meines Praktikums im Theater „Haus der Springmaus“ ist geschafft und ich bin ziemlich zufrieden. Bislang war noch nicht besonders viel Betrieb, auch im Theater gibt es ein Sommerloch mit nur wenigen Vorstellungen am Wochenende. Dafür habe ich jetzt einen besseren Einblick, was alles zur Arbeit im Theater gehört: Auftritte von Künstlern anschauen und später backstage quatschen, ist nämlich nur ein sehr kleiner Teil dessen, was man täglich macht.
Mein Arbeitstag sieht vor, dass ich als Erstes morgens die Post hole und eine Runde durchs Theater drehe, um Flyer und Programmhefte aufzufüllen, Plakate und ausliegende Zettel auf ihre Aktualität zu überprüfen und gegebenenfalls zu ersetzen. Wenn am Tag zuvor eine Vorstellung war, muss ich zusätzlich einmal durch den Backstagebereich, um Handtücher in die Wäsche zu bringen und aufzuräumen. Danach lese ich erst einmal die gesamte Zeitung durch, um zu gucken, ob Artikel über Aufführungen, das Haus der Springmaus, hier vertretene Künstler oder sonstige Kulturentwicklungen, die für das Theater relevant sind, gedruckt wurden. Mittags gibt es eine Mittagspause mit allen, davor und danach bekomme ich verschiedene Aufgaben, die gerade so anstehen. Zum Beispiel habe ich diese Woche das komplette Programm von November bis Februar in den Veranstaltungskalender der Stadt Bonn eingearbeitet, Videos der Künstler für den Pressebereich recherchiert und eine Adressenliste mit möglichen Interessenten für eine Weihnachtsfeier im Haus der Springmaus aktualisiert.
Neben der Computerarbeit habe ich aber auch schon aktivere Aufgaben erledigt: Ich bin die umliegenden Geschäfte abgegangen, um zu fragen, ob ich Plakate mit dem aktuellen Programm und Flyer aushängen beziehungsweise -legen darf, habe Briefe zur Post gebracht und andere Besorgungen erledigt. Das große Bürofenster zur Straße hat jetzt dank mir ein Herbstbild statt des Sommerlooks.
Und vorletzten Freitag war ich auch bei einer Stand-up-Comedy-Show dabei. Diese war dafür direkt superdramatisch, weil kurzfristig eine der Künstlerinnen ausfiel und ein anderer erst zur zweiten Hälfte kommen konnte, sodass die beiden verbleibenden spontan den Abend füllen mussten – zum Glück hatten sie genug Programm in petto.
Insgesamt gefällt mir mein Praktikum sehr gut. Das liegt vor allem daran, dass das Team supernett und offen ist und ich mich dort ziemlich wohl fühle.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Sep 25, 2017