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Praktikum im Studium

Auf in ein neues Abenteuer!

„Ich verlasse Brüssel mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge. Ich freue mich auf meine Familie und die Freunde in der Heimat. Trotzdem hatte ich eine unglaublich tolle Zeit!“
So verabschiedete ich mich von euch in meinem letzten Beitrag vor zwei Jahren. Zwei Jahre, in denen sich einiges in meinem Leben verändert hat – sowohl privat als auch beruflich. Nach meinem praktischen Studiensemester ging es für mich zurück an die Hochschule. Drei weitere Semester samt Projektarbeiten und der abschließenden Bachelorarbeit, in der ich mich mit dem Einsatz von Social Media im Profisport befasst habe. Ich besuchte Pressestellen von Vereinen im gesamten Bundesgebiet, durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen und beobachtete meine ersten Bundesligaspiele von einer Pressetribüne aus. Nach dem kurzen Ausflug in die Politik mit meinem Praktikum bei der bayerischen Staatskanzlei in Brüssel ging es für mich zurück zum Ursprung, dem Sport. Inzwischen habe ich den Bachelorabschluss in der Tasche und plane, mich für einen weiterführenden Master im Bereich PR & Unternehmenskommunikation zu bewerben.
Doch: Unverhofft kommt oft. Kurz vor Weihnachten erhielt ich überraschenderweise einen Anruf einer ehemaligen Dozentin, die mir ein Praktikum in der Pressestelle des 1.FC Nürnberg anbot. Der Club, mein Herzensverein seit frühester Kindheit und absoluter Wunscharbeitgeber – was für eine Frage! Am liebsten hätte ich auf der Stelle zugesagt, musste jedoch zuerst noch ein paar Formalitäten mit der Hochschule und meinem derzeitigen Arbeitgeber, einem kleinen Verlag im Westen Nürnbergs, klären. Als dann wenige Wochen später der unterschriftsreife Vertrag vor mir lag, konnte ich mein Glück kaum fassen.
Nun stehe ich vor meinem ersten Arbeitstag am Valznerweiher, dem Vereinsgelände des Clubs. Für insgesamt drei Monate tausche ich den Platz am Redaktionsschreibtisch mit dem am Rande des Trainingsplatzes und der Pressetribüne. Bereits in der vergangenen Woche hatte ich das erste Mal die Möglichkeit, die Abläufe sowie meine neuen Kollegen im Rahmen eines Zweitliga-Heimspiels kennenzulernen. Mit einem souveränen 3:1-Sieg und dem Sprung an die Tabellenspitze war das ein Einstand nach Maß!
Ich freue mich darauf, euch in den kommenden Wochen und Monaten von meinen Erlebnissen zu berichten. Der 1.FC Nürnberg steht nach fünf Jahren Abstinenz kurz vor dem sehnlich erwarteten Wiederaufstieg in die erste Fußball-Bundesliga. Ich hoffe, einen kleinen Teil zu dieser möglichen Erfolgsgeschichte beitragen zu können, und möchte die Zeit auch für meinen persönlichen und beruflichen Aufstieg nutzen.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Mar 7, 2018
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Mar 7, 2018

Praktikum im Studium

Ein weiterer Schritt

Vier Wochen an meiner Praktikumsschule sind vorbei! Traurig verlasse ich das Schulhaus und laufe über den Pausenhof. Auch wenn man „nur“ die Praktikantenrolle einnimmt, ist es immer wieder ein bewegender Moment, eine Klasse zu verlassen. So vieles geht mir bei meiner Heimfahrt durch den Kopf. Situationen, Gefühle, darunter auch Ängste. Es war ein Auf und Ab. Neben schweißtreibenden auch gelassene Momente, ernste, aber auch fröhliche Situationen. Mein Verbesserungsvorschlag an mich: Auf alle Fälle sollte ich mehr Selbstbewusstsein gewinnen, genau überlegen, wie ich als Lehrer auftreten sollte, wie ich mich am besten ausdrücke und mir Respekt verschaffe. Bei den Kleinen in der Grundschule war das bislang kein Problem, doch in der höheren Klasse merkte ich, dass ich noch Luft nach oben habe.
Genau deshalb müssen wir Sonderpädagogen zahlreiche Praktika absolvieren, immer wieder neue Herausforderungen meistern. Wir werden uns unserer Fehler bewusst, reflektieren unser Verhalten und vergleichen uns mit anderen Lehrern. Unterrichtstechnisch muss ich zugeben, habe ich wenig Neues mitgenommen. Aufbau und Struktur sind mir klar. Doch wie gehe ich vor, wenn ein Schüler andere beschimpft und sich mir gegenüber respektlos verhält? Was tue ich, wenn er stur ist, nicht hört und selbst das Verstärken durch Belohnen und Bestrafen versagt? Wie verhalte ich mich bei extremen Familienbedingungen? Oder wie kann ich die Schüler in schweren Momenten unterstützen? Genau das habe ich in diesem Praktikum für mich gelernt- was kann/ muss ich tun, um das zu unterbinden! Am Förderzentrum lernte ich den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern. Und trotzdem fühle ich mich unvorbereitet. Zu kurz sind diese vier Wochen und zu wenig informativ das Studium, um für solche Vorkommnisse vollkommen gewappnet zu sein.
Als ich dann wieder an mir zweifelte und mir nicht sicher mit meiner Berufswahl war, sah ich die Klasse vor mir. Ich übergab jedem eine Blume, auf der stand: „Schön, dass es dich gibt – du bist ein Geschenk!“ Und genau das ist das Tolle: Egal, wie schwierig ein Schüler ist, wie viele graue Haare er einem verpassen kann – ich kann immer eine geniale Eigenschaft an ihm entdecken, die ihn zu etwas Besonderem macht. Das Feedback der Schüler war großartig und nahm mir die Angst.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 19, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 19, 2017

Praktikum im Studium

Das Wandern ist des Schülers „Lust“

An meiner Praktikumsschule fand ein Wandertag statt. Alle Schüler kamen mit Rucksäcken, bepackt mit Vesper und Getränken, in die Schule. In meiner pubertären 6. Klasse hielt sich die Begeisterung in Grenzen. „Wir würden lieber im Klassenzimmer sitzen und hätten Unterricht, als den ganzen Tag laufen zu müssen, meinte ein Schüler.

Ich dachte mir, dass Schüler heutzutage in Sachen Bewegung ganz schön unmotiviert sind. Sie sitzen meiner Ansicht nach in ihrer Freizeit viel zu oft vor dem Fernseher oder zocken auf ihrer PS4, statt sich draußen auszutoben und mit anderen zu spielen. Viele Schüler haben vertreiben sich sogar im Bus ihre Zeit mit Spielen, wo sich doch zu meiner Schulzeit der meiste Trubel und die meiste Unterhaltung eben dort abspielten. Am Wandertag haben meine Schüler nun ständig gedrängt, am Handy spielen zu dürfen, was untersagt war. Wir Lehrer verdrehten auf solche Fragen hin nur noch die Augen.

Dennoch gab es vereinzelt Schüler, die sich freuten, spazieren zu gehen und tatsächlich Interesse an Bäumen, Tieren und allgemein an der Natur zeigten. Ich hatte meine Becherlupe dabei, die immer gut bei den Kindern ankommt. Wir untersuchten damit Blätter, Insekten und eine Schnecke. Am Wandertag begleitete ich speziell einen Schüler. Er ist sehr verträumt und still. An diesem Tag lernte ich eine ganz neue Seite an ihm kennen. Er entpuppte sich als tierlieb und erzählte von seiner Familie, seinen Freunden und Spielsachen zuhause. Es war toll, so viel Neues über ihn zu erfahren, was ich im Unterricht nie hätte herausfinden können! Auch unser Klassenclown stellte sich beim Ausflug als hilfsbereit und verantwortungsvoll heraus. Selbst die, die er sonst im Unterricht ausgrenzt, behandelte er respektvoll und zuvorkommend. Ich traute meinen Augen nicht, als er jedem einen seiner Kekse anbot.

Als ich vom Wandertag erfuhr, war ich zunächst skeptisch, da meine Praktikumsklasse sehr anstrengend ist. Doch das, was ich am Freitag entdecken durfte, zeigte mir ein ganz neues Bild von dieser Klasse. Sie ließen mich auch spüren, dass ich ein Teil von ihnen geworden bin. Es war einmalig!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 12, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 12, 2017