interaktiv

Praktikum im Studium

Die erste Woche

Autor:
Christoph

Rubrik:
studium

14.03.2018

Nach Wochen der mentalen Vorbereitung und Vorfreude war es endlich soweit: Ich fand mich an einem Mittwoch um 7 Uhr vor dem Funktionsgebäude des 1.FC Nürnberg ein, wo mich mein Vorgänger auf der Praktikantenposition zur Einarbeitung in Empfang nahm. Nach einer kurzen Begrüßung zeigte er mir meinen Arbeitsplatz in der Pressestelle – einem geräumigen, lichtdurchfluteten Vierer-Büro mit Blick auf das Trainingsgelände des Ruhmreichen – sowie meine Aufgaben. Ich werde zum Beispiel täglich den internen und externen Pressespiegel erstellen, also eine Auflistung der Berichte der Onlinemedien. Da dieser bereits um 9 Uhr auf dem Tisch der Vorstände liegen und per E-Mail an den externen Verteiler geschickt werden muss, bleibt keine Zeit für Morgenmüdigkeit.
In den nächsten drei Monaten werde ich mich außerdem um das Pressemailpostfach kümmern – wen betrifft dieses Anliegen, wer kann mir hier am besten weiterhelfen oder kann ich die Anfrage vielleicht sogar selbst bearbeiten? – sowie um die Verteilung von Sozialtickets für die Heimspiele an gemeinnützige Einrichtungen. Zudem koordiniere ich eingehende Anfragen für Sachspenden für Tombolas oder für Benefizturniere von Vereinen und Organisationen. Nach der Prüfung verschiedener Kriterien, die über eine Zu- oder Absage entscheiden, geht der Antrag weiter an den zuständigen Fan-Service.
Meine erste Woche beim Club war allerdings gleichzeitig auch die Woche vor dem brisanten fränkischen Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth, das natürlich auch in den Medien besonders im Fokus steht. Dementsprechend rückten all diese Aufgaben erst einmal in den Hintergrund. Stattdessen bereitete ich etwa verschiedene Aufsteller und Flyer sowie Zettel mit Informationen über die im Stadion verfügbare WLan-Verbindung für Journalisten vor. Außerdem musste die anstehende Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel vorbereitet und letzte Anfragen von Journalisten bearbeitet werden. Anschließend fuhr ich mit einem vereinseigenen Wagen die benötigten Materialien und Geräte ins Stadion. Nach einer kurzen Spieltagsbesprechung und einer Autogrammstunde mit zwei verletzten Spielern auf dem Nürnberger Messegelände war die Derbyvorbereitung abgeschlossen – der große Tag konnte kommen.

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