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Praktikum im Studium

Aller guten Dinge sind drei?!

Autor:
Christoph

Rubrik:
studium

27.03.2018

Drei Spiele, zwei Niederlagen, ein Unentschieden, ein mickriger Punkt – so liest sich die Bilanz des 1. FC Nürnberg in den ersten Wochen meines Praktikums. Auf die Derbyniederlage folgte eine Woche später eine Last-Minute-Niederlage in der Bielefelder SchücoArena. Elf Spiele hatte die Mannschaft vor meinem Einstieg nicht mehr verloren und sich souverän an die Tabellenspitze der Zweiten Fußball-Bundesliga gespielt und auf einmal wollte nichts mehr klappen?
Aller guten Dinge sind drei, sagte ich mir und hoffte auf das nächste Heimspiel. Mit dem SV Darmstadt 98 kam der Tabellenvorletzte nach Nürnberg, ein Heimsieg lag also durchaus im Bereich des Erwartbaren. Nach einer überzeugenden Anfangsphase mit beinahe 90 Prozent Ballbesitz fehlte nur noch eines: das Tor. Das war der Mannschaft seit über 300 Spielminuten nicht mehr gelungen. Stattdessen machten die Gäste kurze Zeit später mit ihrem ersten und fast auch einzigen Angriff des Spiels das 1:0. Alles war auf den Kopf gestellt. Mehr als ein 1:1-Unentschieden sprang dabei am Ende aber nicht heraus. Immerhin ein Punkt, immerhin mal wieder ein Tor – aber zu wenig.
Gedanklich wünschte ich mich schon einige Male auf meinen Stammplatz im Oberrang der Nordkurve, direkt hinter dem Tor, zurück; dorthin, wo bis Ende Februar alles noch so überragend lief, der Aufstieg in die Bundesliga nur noch Formsache schien. Natürlich ein schwachsinniger Gedanke! Mein Mitwirken hat nun wahrlich nichts mit den Auftritten der Mannschaft auf dem grünen Rasen zu tun.
Nun steht die letzte Länderspielpause der Saison an. Die deutsche Nationalmannschaft tritt gegen Spanien und Brasilien an, einige Clubspieler sind für die Juniorenauswahlen ihrer Nationen unterwegs und um den FCN wird es erst mal etwas ruhiger. Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit für Trainer und Spieler, das Ruder wieder herumzureißen und mit neuer Energie in die restlichen sieben Wochen der Saison zu gehen. In zwei Wochen beginnt dieses letzte Kapitel mit einem Auswärtsspiel in Dresden – nach der enttäuschenden Reise auf die Bielefelder Alm ein neues Stadion auf meiner persönlichen Liste. Hoffentlich kann ich mich dann über ein besseres Ergebnis als zuletzt freuen.

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