interaktiv

Praktikum im Studium

Berliner Luft

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

28.03.2018

Endlich bin ich wieder zurück. Nachdem ich in Heidelberg bei meinen Freunden bewusst und unbewusst wochenlang über das triste Kleinstadtleben gejammert habe, atme ich in tiefen Zügen die Berliner Großstadtluft ein. Und nein, ich muss von der Auspuffluft nicht husten, und ja, ich bin wieder ausgeglichen und glücklich. Mehrere Freunde haben mich sogar auf meine deutlich lebhafteren Sprachnachrichten angesprochen und gemeint, dass Berlin wohl etwas mit mir macht. Ich kann nicht sagen, was an dieser Stadt meinen Endorphinhaushalt zum Explodieren bringt. Ist es das ständige Brummen des U-Bahn-Netzes und der vorbeirauschenden S-Bahnen? Der fast schon zu perfekte Kontrast zwischen Alt und Neu, Klassisch und Modern? Die Vielfalt an Leckereien, die alle nur einen Steinwurf entfernt zu haben sind? Was immer es auch ist, Berlin ist wohl mein ewiger Sehnsuchts- und Herzheimatsort.
Die ersten Tage meiner Woche dort habe ich viel im Büro arbeiten müssen und bin abends völlig erschöpft ins Bett gefallen. Heute Morgen musste ich ungeplant noch mal für eine Stunde ins Büro, habe mich aber danach direkt auf den Weg in die Bibliothek der Humboldt-Uni gemacht, um die ungeliebte Hausarbeit anzupacken. Mein bisheriges Fazit: Das mit der Bachelorarbeit wird ein großer Kampf, wenn mir schon Hausarbeiten so unfassbar wenig Spaß machen und ich mich von einem Satz zum nächsten quäle. Leider habe ich auch kaum weitere Bücher oder Quellen in der HU-Bib gefunden. Was mich an dieser Uni-Bibliothek immer wieder irritiert, sind die internen Regeln. Um den täglichen Ansturm zu stemmen, gibt es etwa die Vorschrift, dass alle Sitzplätze von der ersten bis zur sechsten Etage zwischen 8 und 19 Uhr nur von Studierenden der Humboldt-Universität besetzt werden dürfen. Die sehr knapp bemessenen Restplätze sind also ziemlich schnell besetzt. Das wird auch fleißig durch Mitarbeiter kontrolliert, die durch die Etagen laufen und nach den Studierendenausweisen fragen. Die wunderschöne Architektur und die zentrale Lage an der Friedrichsstraße mit der Aussicht auf die Museumsinsel sind zwar toll, aber der Umgang ist nicht sehr herzlich.

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