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Praktikum im Studium

Zu Besuch im Knast

Die Zeit vergeht wie im Flug, schon fast drei Wochen lang arbeite ich nun beim FCN. Zuletzt berichtete ich euch von den Vorbereitungen rund um das fränkische Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth, mein erstes Heimspiel als Praktikant. Dadurch wird es mir wahrscheinlich als etwas Besonderes in Erinnerung bleiben. Das Spiel an sich war leider alles andere als das. Die Mannschaft verlor gegen den großen Rivalen mit 0:2, die Serie von elf Siegen in Folge war gerissen. Einzig die Tatsache, dass man auf einem Aufstiegsplatz stand, blieb bestehen. Was für ein Tag!
Glücklicherweise ließen sich das Umfeld und die Fans in den kommenden Tagen von der Niederlage nicht großartig aus dem Konzept bringen und der große Aufschrei blieb – fast schon überraschend – aus. Schon sechs Tage später sollte es beim Auswärtsspiel in Bielefeld die Chance auf Wiedergutmachung geben.
Doch wer jetzt denkt, die Arbeit bei einem Fußballverein besteht nur daraus, bei den Spielen kostenfrei die besten Sitzplätze zu erhalten sowie vor, während und nach den Partien in den Genuss von exklusiven Speisen und Getränken zu kommen, hat sich getäuscht. Ich durfte in meiner Anfangszeit etwa mehrere außergewöhnliche Pressetermine begleiten und miterleben. Corporate Social Responsibility oder auch Unternehmerische Sozialverantwortung heißt der Bereich, in dem der 1.FC Nürnberg seit über einem Jahr mit seiner Initiative „NÜRNBERG gewinnt!“ aktiv ist. Ziel ist es, den eigenen Einfluss und das Interesse der Menschen dafür zu nutzen, einen gesellschaftlichen Mehrwert für sämtliche Schichten der Bevölkerung zu schaffen. Inklusion, Integration oder Bewegungsförderung sind einige Beispiele hierfür. In der Woche nach dem Derby besuchte etwa eine Delegation des Vereins rund um FCN-Legende Marek Mintal die Justizvollzugsanstalt, sprich den Knast Nürnberg. Zusammen mit den Häftlingen wurde eine Pressekonferenz simuliert und anschließend ein Fußballtraining abgehalten. Trotz anfänglicher Bedenken wohl aller Beteiligten wurde es ein rundum gelungener Termin, der schon wiederholt wird.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Apr 3, 2018
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Apr 3, 2018

Praktikum im Studium

Praktikumsalltag

Schon nach kurzer Zeit kristallisierte sich in meinem Praktikum in der Abteilung für Kultur und Sport des Landkreises Marburg-Biedenkopf ein typischer Arbeitsalltag heraus: Jeden Morgen komme ich gegen 8 Uhr ins Büro und bespreche zunächst mit meinen Chef, welche Aufgaben für den jeweiligen Tag anstehen. Ich überlege mir, wie ich mir die Aufgaben am besten einteile, während ich E-Mails beantworte, meinen ersten Kaffee trinke und mich mit meinen Bürokolleginnen unterhalte. Der Vormittag vergeht dann meistens ziemlich schnell.
Das größte Projekt, mit dem ich mich derzeit beschäftige, ist ein Kulturpreis. Er wird jährlich für besonderes kulturelles Engagement an eine einzelne Person oder einen Verein verliehen. Alle Bewerbungen müssen von uns erfasst, überprüft, sortiert und für die Jurysitzung vorbereitet werden. Außerdem versende ich Eingangsbestätigungen und weitere Informationen an die Bewerber. Eventuelle Rückfragen muss ich beantworten. Nach der Mittagspause feile ich meist an meinem Artikel über den Literaturfrühling, der im kommenden Landkreis-Jahrbuch erscheinen soll, oder ich bekomme weitere, kleinere Arbeitsaufträge von meinen Kollegen zugeteilt.
An einem normalen Arbeitstag, also wenn abends keine Veranstaltung ansteht, kann ich gegen 16 Uhr Feierabend machen. Dann bleibt genug Zeit, um ins Training zu gehen, mit Freunden etwas zu unternehmen oder ohne schlechtes Gewissen einfach gar nichts mehr zu tun. Mit dem Studium ist das anders: Während des Semesters werde ich mit dem Unikram quasi nie fertig und könnte immer noch mehr machen. Deswegen schaffe ich es selten, komplett abzuschalten. Gerade genieße ich es daher sehr, zu arbeiten statt in die Uni zu gehen. Doch die vorlesungsfreie Zeit neigt sich leider bereits dem Ende zu und das Sommersemester steht vor der Tür …

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 29, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 29, 2018

Praktikum im Studium

Berliner Luft

Endlich bin ich wieder zurück. Nachdem ich in Heidelberg bei meinen Freunden bewusst und unbewusst wochenlang über das triste Kleinstadtleben gejammert habe, atme ich in tiefen Zügen die Berliner Großstadtluft ein. Und nein, ich muss von der Auspuffluft nicht husten, und ja, ich bin wieder ausgeglichen und glücklich. Mehrere Freunde haben mich sogar auf meine deutlich lebhafteren Sprachnachrichten angesprochen und gemeint, dass Berlin wohl etwas mit mir macht. Ich kann nicht sagen, was an dieser Stadt meinen Endorphinhaushalt zum Explodieren bringt. Ist es das ständige Brummen des U-Bahn-Netzes und der vorbeirauschenden S-Bahnen? Der fast schon zu perfekte Kontrast zwischen Alt und Neu, Klassisch und Modern? Die Vielfalt an Leckereien, die alle nur einen Steinwurf entfernt zu haben sind? Was immer es auch ist, Berlin ist wohl mein ewiger Sehnsuchts- und Herzheimatsort.
Die ersten Tage meiner Woche dort habe ich viel im Büro arbeiten müssen und bin abends völlig erschöpft ins Bett gefallen. Heute Morgen musste ich ungeplant noch mal für eine Stunde ins Büro, habe mich aber danach direkt auf den Weg in die Bibliothek der Humboldt-Uni gemacht, um die ungeliebte Hausarbeit anzupacken. Mein bisheriges Fazit: Das mit der Bachelorarbeit wird ein großer Kampf, wenn mir schon Hausarbeiten so unfassbar wenig Spaß machen und ich mich von einem Satz zum nächsten quäle. Leider habe ich auch kaum weitere Bücher oder Quellen in der HU-Bib gefunden. Was mich an dieser Uni-Bibliothek immer wieder irritiert, sind die internen Regeln. Um den täglichen Ansturm zu stemmen, gibt es etwa die Vorschrift, dass alle Sitzplätze von der ersten bis zur sechsten Etage zwischen 8 und 19 Uhr nur von Studierenden der Humboldt-Universität besetzt werden dürfen. Die sehr knapp bemessenen Restplätze sind also ziemlich schnell besetzt. Das wird auch fleißig durch Mitarbeiter kontrolliert, die durch die Etagen laufen und nach den Studierendenausweisen fragen. Die wunderschöne Architektur und die zentrale Lage an der Friedrichsstraße mit der Aussicht auf die Museumsinsel sind zwar toll, aber der Umgang ist nicht sehr herzlich.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Mar 28, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Mar 28, 2018