interaktiv

Praktikum im Studium

Wie ich Biatlon-Fan wurde

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

27.04.2018

Vor meinem Praktikum als Nachwuchsjournalistin bei den Paralympischen Spielen hatte ich noch nie ein Biathlon-Rennen gesehen. Ich komme zwar aus einer Region, in der fast jeder Ski fährt, doch Langlauf oder gar Biathlon sind nicht ganz so beliebt.
Nun stand ich aber an einem Märztag im Alpensia-Stadium, dem Ort, an dem in Pyeongchang sowohl die Biathlon- als auch die Langlauf-Wettkämpfe stattfanden. Ich verstand die vielen Zahlen auf der großen Anzeigetafel erst einmal nicht. Warum werden nie alle Sportler gleichzeitig angezeigt? Wie ich herausfand, starten sie im Einzel und in der Verfolgung im 30-Sekunden-Takt. Deshalb ist nicht unbedingt der Erste im Ziel Sieger, sondern der mit der besten Zeit.
Ich war mir erst nicht sicher, ob ich Spaß an Langlauf und Biathlon finden würde – schließlich wirken beide Sportarten viel langsamer als etwa Ski Alpin. Doch nun kann ich sagen: Absolut Quatsch! Langlauf ist super, weil die Rennen vergleichsweise lang dauern und man deshalb viel mehr mitfiebern kann. Besonders hatte es mir aber Biathlon angetan: Gerade das Schießen macht es spannend bis zum Schluss. Denn je nach Rennen gibt es für einen Fehlschuss eine Strafminute oder -runde. Damit kann das Schießen auch in der letzten Runde noch einmal die Reihenfolge auf dem Podium entscheidend durcheinanderwirbeln.
Besonders schön für die Fans von Team Germany war wohl die Goldmedaille von Martin Fleig: Bei seinem ersten Rennen sah es nämlich anfangs nicht gut für ihn aus. Doch dann fuhr er noch ein tolles Rennen und holte auf den letzten Metern Gold. Im Ziel schüttelte Martin Fleig ungläubig den Kopf und konnte seinen Erfolg kaum fassen. Gerade in solchen Momenten ist es als Journalist besonders schön, die Sportler in der Mixed Zone interviewen zu dürfen.

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