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Praktikum im Studium

Engagement wird belohnt

Vor zwei Wochen habe ich meine Hospitanz begonnen, aber es fühlt sich gar nicht so an. Ist Arbeit überhaupt Arbeit, wenn es so viel Spaß macht? Die vergangenen Tage waren voller neuer Erfahrungen, Erlebnisse und wichtiger Meilensteine. Ja, ich spreche von Meilensteinen, selbst bei dem kurzen Zeitrahmen. Jeden Tag komme ich freiwillig früher, um bei der Morgendrehs mitzufahren, und seit voriger Woche werde ich nun auch auf eigene Missionen geschickt. Ich bin nun für Drehs verantwortlich und fahre mit einem Team aus Kameramann und Tontechniker raus, um Interviews zu führen oder Filmmaterial zu sammeln.
Der kollegiale Ton beim ZDF sorgt für eine Atmosphäre, in der ich persönlich wachsen und lernen kann, ohne Druck oder Angst. Natürlich sind die meisten aufgrund ihres Arbeitspensums kurz angebunden, aber wenn mal eine freie Minute ist, ist sich keiner zu schade, mir Fragen zu beantworten oder Tipps zu geben. Ich fühle mich wohl, gerade weil keiner anstrengend freundlich ist und jeder Eigenverantwortung zeigen muss.
Heute war ich zum Beispiel morgens auf einem Dreh, bei dem ein Ausbildungsbetrieb in Berlin gezeigt wurde, außerdem wurden der Ausbildungsleiter und die Auszubildenden interviewt. Im Anschluss daran habe ich eine Recherche beendet und bin dann spontan im Auftrag eines Auslandsstudios zu einem Interview gefahren.
Jeder Tag ist anders, spannend, fordernd und intensiv. Wenn ich abends nach Hause komme, falle ich erst mal für eine halbe Stunde ins Bett, bevor ich zu anderen Dingen fähig bin. Hoffentlich gehen die nächsten Wochen mindestens so gut weiter!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Apr 30, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Apr 30, 2018

Praktikum im Studium

Wie ich Biatlon-Fan wurde

Vor meinem Praktikum als Nachwuchsjournalistin bei den Paralympischen Spielen hatte ich noch nie ein Biathlon-Rennen gesehen. Ich komme zwar aus einer Region, in der fast jeder Ski fährt, doch Langlauf oder gar Biathlon sind nicht ganz so beliebt.
Nun stand ich aber an einem Märztag im Alpensia-Stadium, dem Ort, an dem in Pyeongchang sowohl die Biathlon- als auch die Langlauf-Wettkämpfe stattfanden. Ich verstand die vielen Zahlen auf der großen Anzeigetafel erst einmal nicht. Warum werden nie alle Sportler gleichzeitig angezeigt? Wie ich herausfand, starten sie im Einzel und in der Verfolgung im 30-Sekunden-Takt. Deshalb ist nicht unbedingt der Erste im Ziel Sieger, sondern der mit der besten Zeit.
Ich war mir erst nicht sicher, ob ich Spaß an Langlauf und Biathlon finden würde – schließlich wirken beide Sportarten viel langsamer als etwa Ski Alpin. Doch nun kann ich sagen: Absolut Quatsch! Langlauf ist super, weil die Rennen vergleichsweise lang dauern und man deshalb viel mehr mitfiebern kann. Besonders hatte es mir aber Biathlon angetan: Gerade das Schießen macht es spannend bis zum Schluss. Denn je nach Rennen gibt es für einen Fehlschuss eine Strafminute oder -runde. Damit kann das Schießen auch in der letzten Runde noch einmal die Reihenfolge auf dem Podium entscheidend durcheinanderwirbeln.
Besonders schön für die Fans von Team Germany war wohl die Goldmedaille von Martin Fleig: Bei seinem ersten Rennen sah es nämlich anfangs nicht gut für ihn aus. Doch dann fuhr er noch ein tolles Rennen und holte auf den letzten Metern Gold. Im Ziel schüttelte Martin Fleig ungläubig den Kopf und konnte seinen Erfolg kaum fassen. Gerade in solchen Momenten ist es als Journalist besonders schön, die Sportler in der Mixed Zone interviewen zu dürfen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 27, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 27, 2018

Praktikum im Studium

Halbzeit

Es ist schier unglaublich: Wenn ihr diesen Text lest, ist die Hälfte meiner Zeit beim FCN schon wieder vorbei. Nach sechs Wochen und sechs Spieltagen ist in meinen Arbeitsalltag inzwischen weitgehend Routine eingekehrt. Aufgaben, an denen ich mich anfangs erst nur versuchen sollte, übernehme ich inzwischen sicher und eigenständig. Die Arbeit macht Spaß und ist weitaus entspannter als noch zu Beginn. Ich konnte inzwischen sogar meine Negativserie durchbrechen und im vergangenen Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim endlich einen Sieg bejubeln – ein Sieg, der die Aufstiegsträume von Fans und Mitarbeitern wieder etwas realistischer erscheinen lässt und meine Hoffnung auf einen sportlich erfolgreichen Abschluss bestärkt.
Nun stehen mir noch sechs Wochen und vier Spiele bevor. Am kommenden Spieltag steht nun das Auswärtsspiel in Kiel an: Holstein Kiel gegen den FCN oder einfach der Zweite zu Gast beim Dritten. Es ist die weiteste Auswärtsfahrt der Saison, das aufgrund der späten Anstoßzeit einer Übernachtung bedarf. Ich als Praktikant werde daher zu Hause bleiben und das Spiel vor dem Fernseher verfolgen.
Acht Punkte hat der FCN in den vergangenen sieben Spielen geholt – nicht gerade die Bilanz eines Aufstiegsfavoriten. Aufgrund der unglaublichen Ausgeglichenheit der Liga, hat sich am Tabellenbild aber kaum etwas geändert. Lediglich die Top 3 hat sich mittlerweile herauskristallisiert. Wie es der Zufall so will, treten alle drei an den letzten vier Spieltagen noch einmal gegeneinander an. Spannung bis zum Ende ist also garantiert.
Ich freue mich auf die Saisonendphase, aber auch auf die Zeit nach dem letzten Spieltag. Nicht nur, weil wir dann hoffentlich einen Grund zum Feiern haben werden, sondern ich bin gespannt, was in den Wochen vor der vermutlich absoluten Ruhe in der Sommerpause noch so passiert.