interaktiv

Praktikum im Studium

Fernbeziehung überstanden!

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

05.06.2018

Das Ende meiner Fernbeziehung naht, denn mein Freund kommt endlich zurück nach Berlin. Nach vier langen Monaten, hunderten von Telefonaten und Skype-Anrufen, unzähligen Nachrichten und Fotos ist das Ende in Sicht.
Eine Fernbeziehung ist immer hart und muss von beiden Teilnehmern mit vollem Herzen getragen werden – das ist nichts, was einfach von alleine läuft. Vielleicht lässt sich eine Fernbeziehung mit einer Start-up-Gründung vergleichen: Am Anfang braucht man ein solides Kapital, um die Idee überhaupt umzusetzen. Beim Start-up wäre das wohl eine Finanzspritze, bei der Fernbeziehung sind es Vertrauen, Einsatz und Liebe. Dann kommt die lange Durststrecke, in der das Start-up beziehungsweise die Fernbeziehung von den Ressourcen zehrt und sich etablieren muss. Nach der erfolgreichen Anlaufphase entsteht zum Beispiel der Proto-Typ beziehungsweise eine gesunde und funktionierende Paardynamik trotz Distanz. Die erste große Hürde ist nun geschafft und eine stabile Basis steht. Doch ob sich das Produkt beziehungsweise die Fernbeziehung tatsächlich durchsetzen kann, zeigt sich erst später.
Ich bin überglücklich, dass die Phase der räumlichen und zeitlichen Trennung für uns nun endlich vorbei ist. Ich habe im Laufe der Zeit auch viel über meine Bedürfnisse lernen können. Jetzt weiß ich zum Beispiel, dass eine Trennung von vier Monaten das Maximum für mich ist und ein Treffen währenddessen definitiv von Vorteil wäre. Auch weiß ich, dass eine Fernbeziehung Menschen näher bringen kann und dass man als Paar immer selber entscheidet, wie die Beziehung aussieht, wie ein Streit gehandhabt wird, welche Lehren man zieht und wie man zueinander steht. Ich kann es kaum erwarten, dass er endlich wieder da ist!

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