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Praktikum im Studium

Perspektivenwechsel

In meinem derzeitigen Praktikum erlebe ich das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Kultur von einer neuen Seite. Nach meinem Abitur war ich selbst eine Freiwillige, jetzt bekomme ich die Sicht der Koordinierenden mit, die für den Träger arbeiten. Wir sind für die Betreuung der Freiwilligen und die Koordination des Freiwilligendienstes zuständig. Ich muss zugeben, dass mir bis vor Kurzem nicht bewusst war, wie viel Organisation und Verwaltung hinter einem FSJ steckt, was es alles zu beachten gibt und zu welchen Schwierigkeiten es kommen kann.
Zu einem Freiwilligendienst gehören beispielsweise Seminare, die vom Träger organisiert werden. Als FSJlerin habe ich mich immer sehr auf die Seminare gefreut.
Jetzt saß ich mit meinen Kollegen stundenlang zusammen, um das anstehende Seminar der derzeitigen Freiwilligen zu organisieren und zu planen. Beispielsweise müssen der Programmablauf festgelegt, Materialen angeschafft und genaue Absprachen mit der Jugendherberge getroffen werden. Damit alles glatt laufen kann, müssen bei der Seminarplanung sehr viele Dinge bedacht und erledigt werden, wovon ich zuvor nichts geahnt habe.
Außerdem werden die Freiwilligen während ihres Dienstes mindestens einmal in ihren Einsatzstellen besucht. Bei dem Besuch führen die Koordinierenden Gespräche mit den Freiwilligen und den zuständigen Mitarbeitern und stellen so sicher, dass die Freiwilligen vor Ort richtig betreut werden und die Einsatzstelle ihre Aufgaben erfüllt. Damals wurde ich von meiner Koordinatorin besucht und habe ihr ausführlich von meinem FSJ-Alltag berichtet. Vergangene Woche durfte ich zusammen mit einem Kollegen eine Einsatzstelle besuchen und habe eine Freiwillige kennengelernt, die uns von der Situation in ihrer Einsatzstelle erzählte.
Die Arbeit in meinem Praktikum macht mir viel Spaß. Ich finde es interessant, zu lernen, wie ein Freiwilligendienst organisiert wird. Außerdem gefällt es mir, viele Freiwillige kennenzulernen und dabei mitzuhelfen, dass sie in ihrem FSJ eine ebenso schöne Zeit haben wie ich damals.

 

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 11, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
Sep 11, 2018

Praktikum im Studium

Mein erster Tag im Praktikum

Die letzte Klausur ist geschrieben, die zweite Hausarbeit fertiggestellt und die Semesterferien stehen vor der Tür. Naja, fast jedenfalls, denn diesmal passt tatsächlich der Begriff vorlesungsfreie Zeit zum ersten Mal in meiner Studienzeit besser als Semesterferien. Die nächsten drei Monate werde ich nämlich von Montag bis Freitag acht Stunden täglich ein Praktikum in einer PR-Agentur in Frankfurt absolvieren.
Ich erinnere mich noch gut an mein Vorstellungsgespräch vor etwa einem halben Jahr. Damals konnte nur erahnen, wie es hinter den teils verschlossenen Bürotüren wohl aussieht. Inzwischen ist die Agentur zwei Stockwerke tiefer in neue Büroräume gezogen. Nun gibt es nur noch für die Chefs einzelne Büroräume. Alle anderen sitzen in einem großen Raum, der lediglich durch vereinzelte Regale unterteilt wird. Alles ist hell, offen und modern.
An meinem ersten Tag wurde ich von meiner Betreuerin in Empfang genommen und an meinen Schreibtisch für diesen Tag gebracht. Hier gibt es nämlich keine festen Plätze, sondern jeder sitzt jeden Tag woanders. Auf meinem heutigen Platz wartete zur Begrüßung sogar ein Blumenstrauß auf mich. Nachdem ich mich in meinen für das Praktikum angelegten Account eingeloggt hatte, ging es direkt weiter zum „MoMe“, dem „Montags-Meeting. Generell werden hier sehr viele englische Wörter und Abkürzungen benutzt, an die man sich wohl erst gewöhnen muss. So meint „SoMe“ zum Beispiel Social Media und außerdem telefoniert man nicht, sondern hat einen „Call“. Aber so ist das wohl in Agenturen.
Beim Montags-Meeting geht es darum, alle Mitarbeiter über Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten. Für mich war es spannend, zu sehen, wie ein Agenturalltag aussieht und was die einzelnen Abteilungen beschäftigt. Ich werde die nächsten drei Monate in Unternehmenskommunikation verbringen. Ich bin gespannt, was auf mich zukommen wird.

 

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Sep 4, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Sep 4, 2018

Praktikum im Studium

Freiwilligendienste für alle

In meinem derzeitigen Praktikum arbeite ich im Bereich Freiwilligendienste. Ein Freiwilligendienst kann beispielsweise ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst sein, den die Meisten nach der Schulzeit zur Überbrückung oder Orientierung absolvieren. Der durchschnittliche Freiwillige ist volljährig, weiblich, deutscher Herkunft und kann meist Abitur aufweisen. Das liegt unter anderem daran, dass sich die jeweiligen Einsatzstellen in vielen Fällen selbst aus einer ganzen Reihe unterschiedlicher Bewerber eben genau für diese Freiwilligen auswählen.
Aus diesem Grund wird seit einigen Jahren ein besonderes Augenmerk auf die inklusive Öffnung der Freiwilligendienste gelegt. Freiwillig engagieren darf und soll sich nämlich jeder! Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um ein Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst auch für Menschen mit Fluchthintergrund zu ermöglichen? Wie kann eine Stelle so gestaltet werden, dass sie barrierefrei zugänglich oder für minderjährige Menschen ansprechend ist? Wie kann es gelingen, dass insgesamt mehr Geflüchtete von den Freiwilligendiensten erfahren? Und wie können Einsatzstellen davon überzeugt werden, alle Bewerbenden zu einem Gespräch einzuladen, ohne vorher bereits eine Vorauswahl zu treffen?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen habe ich mich bei einem Treffen mit anderen hessischen Trägern von Freiwilligendiensten beschäftigt, zu dem ich als Praktikantin mitkommen durfte. Dabei habe ich erfahren, dass bereits viele Maßnahmen zur inklusiven Öffnung der Freiwilligendienste ergriffen wurden. Beispielsweise werden Aus- und Beschreibungen bereits in leichtere Sprache übersetzt, damit es für jeden verständlich ist. Auch das Bewerbungsverfahren wurde anonymisiert. Einsatzstellen erhalten anfangs nur ein Motivationsschreiben der Bewerbenden und können erst nach einer Einladung zum Vorstellungsgespräch weitere Daten wie Name, Alter, Wohnort und Schulabschluss einsehen. Weitere Projekte zur inklusiven Öffnung laufen momentan noch und neue Ideen sollen bald umgesetzt werden. Ich bin gespannt, ob diese Maßnahmen zukünftig Wirkung zeigen!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Aug 23, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Aug 23, 2018