interaktiv

Praktikum im Studium

Drei Tage voller Aufregung

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

28.08.2019

In ein neues Land zu ziehen, das ist wohl nie langweilig. Für ein Praktikum in einer politischen Stiftung auf Zypern bin ich an einem Samstag aufgebrochen. Weil die Hauptstadt Nikosia, in der ich arbeiten würde, keinen Flughafen hat, bin ich zuerst nach Larnaka, einer kleineren Stadt an der zyprischen Küste, geflogen. Als ich dort ankam, war es bereits kurz vor Mitternacht. Mein erster Eindruck von Zypern: Freundlich waren die Menschen, auf die ich traf, nicht gerade. Egal wen ich darum bat, mir dabei zu helfen, den richtigen Bus zu finden, meist wurde ich weggeschickt.
Gefunden habe ich die Ferienwohnung, die ich mir für die erste Nacht gebucht hatte, dann doch noch. Statt an einer Hotelrezeption konnte ich mir den Schlüssel in einem Supermarkt abholen. Erwartet hatte ich ein winziges Hostelzimmer, tatsächlich gebucht eine Ferienwohnung mit mehreren Zimmern und großem Doppelbett. Schlafen konnte ich die erste Nacht trotzdem nicht. Ich bin mir selbst nicht sicher, woran es liegt, aber bisher sind mir am Anfang von jedem Auslandsaufenthalt Zweifel gekommen. Drei Monate in einem so spannenden Land wie Zypern zu verbringen, das klang vorher super. In der Nacht lag ich aber wach und fragte mich, ob ich hier Freunde finden, ob ich überhaupt sicher in Nikosia ankommen und ob meine Wohnung einigermaßen gemütlich sein würde.
Letztere Angst entpuppte sich ziemlich schnell als unberechtigt: Nach einer knappen Stunde Busfahrt nach Nikosia am nächsten Tag zog ich meinen Reisekoffer durch enge Gassen auf der Suche nach dem Haus, in dem ich wohnen würde. Eine Mitarbeiterin der Stiftung, bei der ich das Praktikum machen würde, hatte mir den Kontakt zum Vermieter vermittelt, der in seinen E-Mails aber recht kurz angebunden wirkte. Als ich bei ihm klingelte, war er dafür umso herzlicher: Er ist Architekt, besitzt mehrere Häuser in Nikosia und scheint die Zimmer leidenschaftlich gerne an Erasmusstudierende, Auslandspraktikanten und Menschen, die aus anderen Gründen länger auf Zypern sind, zu vermieten.
Eine weitere Angst wurde mir noch einen Tag später genommen: bei meinem ersten Arbeitstag. Erst da erfuhr ich, dass ich einen Mitpraktikanten hatte, der gleichzeitig mit mir in der Stiftung arbeiten würde und mir auch gleich eine Stadtführung gab. Außerdem hätte ich herzlicher von den Mitarbeitern nicht begrüßt werden können. Alles in allem dann doch ein sehr gelungener Einstieg!

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