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Praktikum im Studium

Schaust du noch Fernsehen?

Mein zweites Praktikum während meines Bachelorstudiums führte mich zu der lokalen Redaktion eines Fernsehsenders in Düsseldorf. Im Rahmen meines Studiums haben wir die Möglichkeit, uns aus vier Praxiskursen zwei auszusuchen: Online, Video, Audio und Fotografie. Ich habe mich damals für Online- und Videopraxis entschieden. Im Videokurs haben wir in kleinen Teams zwei Beiträge gemacht: einmal einen fiktionalen Kurzfilm, der eine Geschichte erzählt, und einmal einen journalistischen Beitrag.
Ich fand letzteres echt spannend: Davor habe ich es im Journalismus vor allem mit Texten, maximal noch mit multimedialen Inhalten, zum Beispiel der Kombination aus Text und Podcast, zu tun gehabt. Gleich drei Ebenen zu haben, also den Text, den Ton und das Bild, ist zwar anstrengend, macht aber auch viel Spaß! Im Rahmen des Kurses habe ich dann gemeinsam mit einer Freundin einen Beitrag über eine junge Ruderin in der Nähe von Bonn gedreht.
Was mich aber auch noch zu dem Praktikum bewegt hat: Ich wollte einen Einblick in tagesaktuellen Journalismus erhalten. Aus freier Mitarbeit weiß ich, wie es ist, ab und zu ein aktuelles Thema zu übernehmen. Darüber hinaus habe ich einige Magazinbeiträge oder längere Interviews geschrieben. Was für mich aber neu im Praktikum ist: die tägliche Frage, was heute passiert ist und was davon wir in einen Beitrag verwandeln möchten.
Aufgefallen ist mir in den ersten Tagen, dass ich viele der Fernsehsendungen gar nicht kenne. Klar, die Tagesschau, die ZDF-Nachrichten, vielleicht noch die Dokus vom WDR, die kennen wir alle. Ich schaue mir die Beiträge aber meist gar nicht im Fernsehen, sondern in den Mediatheken der Fernsehsender an. Das bekommt natürlich auch der Fernsehsender, bei dem ich mein Praktikum mache, zu spüren: Da höre ich immer mal wieder die Frage, ob das Fernsehen vielleicht ein Auslaufmodell ist, weil immer weniger junge Leute Fernsehen schauen.
Letztendlich glaube ich, dass das übertrieben ist: Vielleicht schauen wir wirklich eines Tages kein Fernsehen mehr. Videojournalismus wird damit aber bestimmt nicht verloren gehen: Er wird nur auf anderen Kanälen statt über das Fernsehen zu uns kommen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Oct 28, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Oct 28, 2019

Praktikum im Studium

Wohnen im Praktikum

Nach meinem Auslandssemester hieß es für mich zuerst einmal: Praktika! Weil ich das Gefühl habe, noch nicht so ganz zu wissen, wohin es nach meinem Bachelorabschluss gehen soll, will ich vor meinem Abschluss ein Jahr lang Praktika in unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Städten machen. Nach meinem Praktikum in Zypern kehre ich dafür zwar zurück ins Rheinland, allerdings zuerst nach Düsseldorf und dann nach Köln.
Das Problem, das damit verbunden ist: die Wohnungssuche. Eingeschrieben bin ich an der Universität Bonn: Für mein Studium dort brauche ich noch Pflichtpraktika und meine Bachelorarbeit. Meine Wohnung in Bonn habe ich aber aufgegeben, bevor ich für mein Auslandssemester nach Taiwan gegangen bin. Sowohl für Düsseldorf als auch für die Zeit danach in Köln brauche ich also eine Wohnung auf Zeit.
Ein WG-Zimmer zu suchen, finde ich immer wieder unfassbar anstrengend – vor allem, wenn man während der Suche nicht vor Ort ist. Gesucht habe ich in erster Linie auf Onlineplattformen und wurde dann auch zu einigen WG-Castings eingeladen. Mal trifft man sich auf ein gemeinsames Bier, mal wird man nur kurz durch das Zimmer geführt. Ob es eine Zweck-WG oder mehr ist, merkt man da schnell. Ob man sich in der Wohngemeinschaft wohl fühlt, auch. In Städten mit so angespanntem Wohnungsmarkt wie im Rheinland ist das manchmal zuerst egal: Hauptsache ein Dach über dem Kopf.
Nicht unbedingt einfacher macht die Suche, dass nicht alle Studierendenwerke die Zimmer in ihren Studierendenwohnheimen auch an Studierende vermieten, die an Universitäten in anderen Städten eingeschrieben sind. In Düsseldorf hatte ich damit kein Glück – in Köln hat es aber geklappt: Für mein Praktikum dort habe ich mir Zimmer in mehreren Studierendenwohnheimen angeschaut und letztendlich eine Zusage bekommen. Eine Immatrikulationsbescheinigung musste ich dafür schon nachweisen: Dass ich in Bonn eingeschrieben bin, war aber kein Problem.
In Düsseldorf gestaltete es sich schon schwieriger: Inzwischen habe ich aber ein Zimmer in einem privaten, von einer kirchlichen Organisation geführten Wohnheim gefunden. Dort ist es zwar sehr anonym, dafür ist das Zimmer komplett möbliert, was mir den Umzug leichter macht. Meine Traumwohnung ist es nicht – für die Zeit während des Praktikums wird es aber ausreichen.

Praktikum im Studium

Erste Gehversuche

Für meinen Bachelorabschluss fehlen mir noch zwei Dinge: mein Pflichtpraktikum und meine Bachelorarbeit. Ersteres mache ich im nächsten Jahr. Ich hoffe vor allem, dass es mich bei der Frage, was ich nach dem Studium machen möchte, einen Schritt weiterbringt.
Währenddessen denke ich ab und zu darüber nach, wie das mit der Bachelorarbeit funktionieren soll. Das letzte Semester, das ich in Seminaren an der Uni verbracht habe, war gleichzeitig mein Auslandssemester in Taiwan. Das war zwar eine tolle Erfahrung, aber das bedeutet auch, dass ich viele Kurse nicht an meiner Heimatuni, sondern eben im Ausland belegt habe.
Der Nebeneffekt: Ich kenne gar nicht so viele Dozenten an meiner Heimatuni, weil ich weniger Kurse in Bonn belegt habe als regulär vorgesehen. Wenn ich meine Bachelorarbeit beginne, wird es ein ganzes Jahr her sein, dass ich in einem Kurs in Bonn saß oder eine Hausarbeit geschrieben habe. Außerdem habe ich alle Basismodule in Bonn belegt und alle Aufbaumodule in Taipeh: Fortgeschrittene Hausarbeiten habe ich also eh nie in Bonn geschrieben. Alles in einem sind das nicht die besten Voraussetzungen, um in die Bachelorarbeit zu starten.
Viele lehnen ihre Bachelorarbeit an einen Kurs an, den sie zuhause belegt haben, aber das geht bei mir nicht. Dafür habe ich in Taiwan einen Kurs über Entwicklungsökonomie belegt und hätte große Lust, mehr darüber zu erfahren. Meinen Aufsatz habe ich damals über die Auswirkungen des Wirtschaftswachstums auf die chinesische Gesellschaft geschrieben. Ich finde es cool, mich zwar auf Wirtschaftsthemen und insbesondere Wirtschaftswachstum zu konzentrieren, aber gleichzeitig den Blick auf die Gesellschaft nicht zu verlieren.
Während meiner Praktikumszeit in Zypern habe ich deshalb meinen Aufsatz noch einmal gelesen. Ich hatte damals nur knapp zehn Seiten zur Verfügung: Eigentlich ist das Thema dafür viel zu umfangreich. Daher würde es durchaus Sinn machen, das Thema auf eine Bachelorarbeit auszuweiten. Was ich dafür aber noch finden muss: einen Dozenten, der sich bereit erklärt, meine Arbeit zu betreuen.