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Praktikum im Studium

Ballett: Mehr als rosa Tutus?

Das Klischee kennen wir wohl alle: Balletttänzerinnen tragen alle weiße Strumpfhosen, einen rosa Body und einen Dutt. Zugegebenermaßen machen es einige Tanzfilme nicht besser: Auch in „Black Swan“ beispielsweise trägt Natalie Portman in erster Linie rosa. Hat man da Lust, als Erwachsene auch Ballett zu tanzen? Eigentlich kaum.
Ich habe in meiner Schulzeit Ballett getanzt – und den Sport danach eher aus den Augen verloren. In meinem zweiten Semester habe ich noch kurz im Uniballett vorbeigeschaut: Dass meine Uni tatsächlich ein eigenes Ballettstudio hat, in dem sogar alle Proben von einem Pianisten begleitet werden, finde ich schon ziemlich cool. Gepasst hat es aber letztendlich nicht: Angeboten wurden nur zwei verschiedene Niveaus. In der einen habe ich habe mich unter- und in der anderen überfordert gefühlt.
Als ich für mein Praktikum nach Zypern gezogen bin, hatte ich schon den Gedanken, mir mal wieder ein Ballettstudio zu suchen. Letztendlich habe ich aber keins gefunden, das auch englischsprachige Kurse anbietet. Für mein zweites Praktikum in diesem Jahr in Düsseldorf angekommen, war das schon einfacher: In der Parallelstraße meines Wohnhauses hat gerade erst ein neues Ballettstudio eröffnet.
Ich finde es immer wieder schade, wie wenige wissen, dass Ballett ein wirklich tolles Hobby ist: Wenn ich davon erzähle, dass ich wieder anfangen möchte, zu tanzen, werde ich oft gefragt, ob das denn jetzt noch Sinn macht. Klar: Profitänzerin werde ich nicht mehr. Die Freude am Tanzen muss man sich aber davon nicht nehmen lassen – egal in welchem Alter.
In Düsseldorf ist der Funke gleich wieder übergesprungen: Ich habe zwar gemerkt, dass ganz schön viel Zeit vergangen ist, seitdem ich das letzte Mal an einer Ballettstange stand. Mir fehlt nicht nur die Flexibilität, sondern bei vielen Übungen auch die Kraft. Schrittabfolgen und Armbewegungen kommen dagegen ganz schnell wieder: Wer die einmal verinnerlicht hat vergisst sie vermutlich so schnell nicht wieder.
Ein rosa Tutu habe ich übrigens noch nie getragen – weder in meiner Schulzeit, noch danach. Schon für Jugendliche schreiben die meisten Ballettstudios schwarze Bodys und rosa oder weiße Strumpfhosen vor. Für Erwachsene haben die meisten Studios überhaupt keinen Dresscode: Dann reicht es, etwas anzuziehen, in dem man sich wohlfühlt und sich bewegen kann.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2019

Praktikum im Studium

Schaust du noch Fernsehen?

Mein zweites Praktikum während meines Bachelorstudiums führte mich zu der lokalen Redaktion eines Fernsehsenders in Düsseldorf. Im Rahmen meines Studiums haben wir die Möglichkeit, uns aus vier Praxiskursen zwei auszusuchen: Online, Video, Audio und Fotografie. Ich habe mich damals für Online- und Videopraxis entschieden. Im Videokurs haben wir in kleinen Teams zwei Beiträge gemacht: einmal einen fiktionalen Kurzfilm, der eine Geschichte erzählt, und einmal einen journalistischen Beitrag.
Ich fand letzteres echt spannend: Davor habe ich es im Journalismus vor allem mit Texten, maximal noch mit multimedialen Inhalten, zum Beispiel der Kombination aus Text und Podcast, zu tun gehabt. Gleich drei Ebenen zu haben, also den Text, den Ton und das Bild, ist zwar anstrengend, macht aber auch viel Spaß! Im Rahmen des Kurses habe ich dann gemeinsam mit einer Freundin einen Beitrag über eine junge Ruderin in der Nähe von Bonn gedreht.
Was mich aber auch noch zu dem Praktikum bewegt hat: Ich wollte einen Einblick in tagesaktuellen Journalismus erhalten. Aus freier Mitarbeit weiß ich, wie es ist, ab und zu ein aktuelles Thema zu übernehmen. Darüber hinaus habe ich einige Magazinbeiträge oder längere Interviews geschrieben. Was für mich aber neu im Praktikum ist: die tägliche Frage, was heute passiert ist und was davon wir in einen Beitrag verwandeln möchten.
Aufgefallen ist mir in den ersten Tagen, dass ich viele der Fernsehsendungen gar nicht kenne. Klar, die Tagesschau, die ZDF-Nachrichten, vielleicht noch die Dokus vom WDR, die kennen wir alle. Ich schaue mir die Beiträge aber meist gar nicht im Fernsehen, sondern in den Mediatheken der Fernsehsender an. Das bekommt natürlich auch der Fernsehsender, bei dem ich mein Praktikum mache, zu spüren: Da höre ich immer mal wieder die Frage, ob das Fernsehen vielleicht ein Auslaufmodell ist, weil immer weniger junge Leute Fernsehen schauen.
Letztendlich glaube ich, dass das übertrieben ist: Vielleicht schauen wir wirklich eines Tages kein Fernsehen mehr. Videojournalismus wird damit aber bestimmt nicht verloren gehen: Er wird nur auf anderen Kanälen statt über das Fernsehen zu uns kommen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Oct 28, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Oct 28, 2019

Praktikum im Studium

Wohnen im Praktikum

Nach meinem Auslandssemester hieß es für mich zuerst einmal: Praktika! Weil ich das Gefühl habe, noch nicht so ganz zu wissen, wohin es nach meinem Bachelorabschluss gehen soll, will ich vor meinem Abschluss ein Jahr lang Praktika in unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Städten machen. Nach meinem Praktikum in Zypern kehre ich dafür zwar zurück ins Rheinland, allerdings zuerst nach Düsseldorf und dann nach Köln.
Das Problem, das damit verbunden ist: die Wohnungssuche. Eingeschrieben bin ich an der Universität Bonn: Für mein Studium dort brauche ich noch Pflichtpraktika und meine Bachelorarbeit. Meine Wohnung in Bonn habe ich aber aufgegeben, bevor ich für mein Auslandssemester nach Taiwan gegangen bin. Sowohl für Düsseldorf als auch für die Zeit danach in Köln brauche ich also eine Wohnung auf Zeit.
Ein WG-Zimmer zu suchen, finde ich immer wieder unfassbar anstrengend – vor allem, wenn man während der Suche nicht vor Ort ist. Gesucht habe ich in erster Linie auf Onlineplattformen und wurde dann auch zu einigen WG-Castings eingeladen. Mal trifft man sich auf ein gemeinsames Bier, mal wird man nur kurz durch das Zimmer geführt. Ob es eine Zweck-WG oder mehr ist, merkt man da schnell. Ob man sich in der Wohngemeinschaft wohl fühlt, auch. In Städten mit so angespanntem Wohnungsmarkt wie im Rheinland ist das manchmal zuerst egal: Hauptsache ein Dach über dem Kopf.
Nicht unbedingt einfacher macht die Suche, dass nicht alle Studierendenwerke die Zimmer in ihren Studierendenwohnheimen auch an Studierende vermieten, die an Universitäten in anderen Städten eingeschrieben sind. In Düsseldorf hatte ich damit kein Glück – in Köln hat es aber geklappt: Für mein Praktikum dort habe ich mir Zimmer in mehreren Studierendenwohnheimen angeschaut und letztendlich eine Zusage bekommen. Eine Immatrikulationsbescheinigung musste ich dafür schon nachweisen: Dass ich in Bonn eingeschrieben bin, war aber kein Problem.
In Düsseldorf gestaltete es sich schon schwieriger: Inzwischen habe ich aber ein Zimmer in einem privaten, von einer kirchlichen Organisation geführten Wohnheim gefunden. Dort ist es zwar sehr anonym, dafür ist das Zimmer komplett möbliert, was mir den Umzug leichter macht. Meine Traumwohnung ist es nicht – für die Zeit während des Praktikums wird es aber ausreichen.