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Schülerleben live

Warum ich Peotry Slams so liebe

Bestimmt habt ihr schon mal etwas von “Poetry Slams” gehört. Falls nicht, hier eine kurze Erläuterung: Es ist eine Veranstaltung, bei der man auf einer Bühne einen selbstgeschriebenen Text vorträgt und dann von einer Jury aus dem Publikum mit Zahlentafeln bewertet wird. Die Person mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Das coole daran ist, dass es kaum Regeln gibt. Man hat keinerlei vorgaben, was den Text betrifft und kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Meistens gibt es eine Zeitbegrenzung von etwa sechs Minuten, die aber je nach Veranstaltung variieren kann. Auf der Bühne steht man dann nur mit einem Mikro und seinem Text. Und genau das ist ein unglaubliches Gefühl: auf einer Bühne zu stehen, zu reden und anderen seine Gedanken mitzuteilen. Noch schöner ist das Gefühl, mit seinem Text jemanden erreicht zu haben. Kommentare wie “Ich hatte Tränen in den Augen”, “Ich habe Gänsehaut bekommen” oder ein einfaches “Mir hat dein Text gefallen”, geben mir unbeschreibliche Glücksgefühle.
Doch wie bin ich überhaupt darauf gestoßen? Ich hatte schon immer sehr viel Spaß daran, vor Menschen zu reden, vorzulesen, oder Vorträge zu halten. Als ich in der neunten Klasse war, fand bei uns an der Schule ein Schulhoffestival statt, bei dem man eigene Texte vortragen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich von meiner besten Freundin schon ein bisschen was zum Thema Poetry Slam erfahren und dachte mir “Hey, lass uns da mitmachen!”. Im Endeffekt waren wir zwei die einzigen, die etwas vorgetragen haben, aber es war auf jeden Fall eine sehr schöne und prägende Erfahrung. Das war im Juli 2018. In der darauffolgenden Zeit habe ich dann nur noch Texte für Freunde verfasst und vorgetragen. Die nächste Gelegenheit, wieder vor einer größeren Menschenmenge zu reden, bot sich mir im März 2019, als ich erstmalig an einem richtigen Wettbewerb teilnahm. Daran erinnere ich mich immer wieder gerne zurück, denn der Text, den ich dort vortrug, war einer, der mir sehr am Herzen liegt. Ich weiß noch, wie stolz ich war, einen so persönlichen Text vorgetragen zu haben und umso glücklicher hat es mich gemacht, dass ich Menschen damit berühren konnte. Danach hatte ich hier und da mal die Gelegenheit etwas vorzutragen. Ich hoffe einfach, dass sich mir in Zukunft auch weiterhin Gelegenheiten bieten werden, meine Gedanken zu teilen, denn es gibt noch so viel, das mir in meinem Kopf rumschwirrt.

Autor: Maria   |  Rubrik: orientieren  |  Feb 19, 2020

Schülerleben live

Ende des Halbjahres

Nach der langen Klausurenphase und dem anschließenden Bangen um die ersehnte Note auf dem Halbjahreszeugnis, habe ich es endlich geschafft. Das erste Halbjahr der Qualifikationsphase ist vorbei und ich habe mein erstes Zeugnis erhalten – das erste Zeugnis, das mit in meine Abiturnote zählt. Eine seltsame Vorstellung. Generell ist die Tatsache, dass ich nächstes Jahr Abitur machen soll, noch ziemlich unvorstellbar. Ich meine, wir werden jahrelang darauf vorbereitet, unser Abitur erfolgreich abzuschließen und dann soll es plötzlich so weit sein. Wahrscheinlich werde ich dies erst realisieren, wenn ich in den Abiturprüfungen sitze. Zum Glück ist bis dahin noch ein bisschen Zeit. Trotzdem ist es manchmal ganz schön beängstigend zu wissen, dass ab jetzt alle meine Noten Einfluss auf meine Abiturnote haben werden. Da ich gerne Psychologie studieren möchte, zählt tatsächlich jede Note. Insgesamt bin ich aber doch ganz zufrieden mit meinem Zeugnis. Zwar hätte ich mir in dem einen oder anderen Fach doch ein Punkt mehr erhofft, dafür habe ich aber in anderen Fächern mehr Punkte bekommen, als ich erwartet hatte. Mit meinen Leistungskursen bin ich auch echt zufrieden. Philosophie und Englisch machen mir nicht nur Spaß, ich konnte auch die Punkte erreichen, die ich mir erhofft hatte. Jetzt geht schon das nächste Halbjahr los. Dadurch, dass zwischen den Zeugnissen und dem zweiten Halbjahr keine Ferien liegen, finde ich es schwer, sich sofort wieder zu motivieren. Kaum hat man alles geschafft, fängt alles wieder von vorne an. Zum Glück beginnt unsere erste Klausurenphase erst in ein paar Wochen. Insgesamt ist die Qualifikationsphase bis jetzt zwar stressig, aber trotzdem interessanter, da ich jetzt mehr Fächer habe, die mich interessieren.

Autor: Clara  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 18, 2020

Schülerleben live

Danke

Lehrer haben es wirklich nicht leicht. Und das sage ich nicht, weil ich ein Schleimer bin oder weil die Hälfte meiner Freunde Lehramt studieren möchte, sondern weil es so ist. Lehrer müssen täglich vor vielen Schülern stehen, die jede ihrer Bewegungen, jedes Wort, jeden Gesichtsausdruck bewerten. Kleidung und andere äußerliche Merkmale werden ebenfalls unter die Lupe genommen. Kinder sind grausam und in ihrer Wertung oft gnadenlos. Unseren Jahrgang nehme ich davon nicht aus. Wir haben uns viele Scherze über die Lehrer ausgedacht und einen Teil der Pausen immer mit Lästern verbracht.

Wie wichtig die Lehrer sind, fällt mir erst zum Ende meiner Schulzeit auf. Ich würde nicht so weit gehen und behaupten, dass Lehrer mit ihrem Unterricht die Zukunft ihrer Schüler bestimmen. Die Lehrer tragen nicht die Verantwortung für den jeweiligen Erfolg beziehungsweise Misserfolg ihrer Schüler, doch sie legen eine Basis für alles, was noch folgen wird. Sie können uns motivieren, Begeisterung und Verständnis schaffen. Sie können uns beibringen, Freude am Lernen zu haben, uns helfen, unsere Talente zu fördern. Oder sie erreichen das Gegenteil dessen.

Es wäre eine glatte Lüge, unsere Bildung und das Schulsystem sei nicht lehrerabhängig. Es wäre auch verlogen zu sagen, man dürfe seine Leistungskurse nicht nach Lehrern auswählen. Warum sollte ich den Chemie-Leistungskurs wählen, wenn er zwar meinen Interessen entspricht, ich aber auch weiß, dass ich bei diesem Lehrer weder gute Noten bekommen würde, noch dem Unterrichtstoff folgen könnte? Natürlich wäre es wünschenswert, dass der Schulalltag fair und unabhängig von den Persönlichkeitsmerkmalen der Lehrer ablaufen könnte. Das würde dann tatsächlich Chancengleichheit in der Bildung bedeuten. Doch wir sind alle nur Menschen, auch Lehrer machen Fehler, haben Vorlieben und Abneigungen, finden manche Schüler sympathischer als andere. Der eine Lehrer weckt bei mir das Interesse für Physik, der andere erstickt es im Keim. Der eine spornt mich an, ein anderer bringt mich dazu, aufzugeben. Es sind viele Zufälle, die unsere Zukunft bestimmen.

Ich kann für mich nur behaupten, dass ich wahnsinniges Glück hatte mit meinen Lehrern – dafür ein herzliches „Dankeschön!“ – und sie verdienen meinen größten Respekt. Ich hätte mich jedenfalls nicht gern als Schülerin gehabt. Man kann nur hoffen, dass es weiterhin Menschen geben wird, die Kindern und Jugendlichen etwas beibringen wollen und das im Idealfall auch schaffen.