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Schülerleben live

Exkursion

Autor:
Bo

Rubrik:
orientieren

12.02.2015

In meinem letzten Schuljahr habe ich – abgesehen von den Abi-Fächern – keine Klausuren mehr. In einigen Kursen herrscht deshalb deutlich mehr Entspannung. Vor allem Kunst ist noch lockerer als es ohnehin schon war. Was kann man in solchen Situationen besseres tun als auf Exkursionen zu gehen? Gesagt, getan. Der ganze Kurs schlenderte ins nur fünfzehn Minuten entfernte Folkwang Museum. Im Laufe meiner Schullaufbahn war ich dort zwar gefühlte jede zehnte Kunststunde, aber das machte gar nichts, schließlich gibt es neben der Dauerausstellung dort immer wieder sehenswerte Sonderausstellungen. Gerade zeigen sie eine mit dem Thema „Van Gogh, Monet, Matisse – Inspiration Japan“. Außerdem bezahlen wir als Schulklasse nur einen Bruchteil des regulären Eintrittspreises. Und diese Flucht aus dem Schulalltag war wirklich eine willkommene Abwechslung.

Solche Momente sind es, die meiner Meinung nach Schule ausmachen. Es geht nicht nur darum, irgendwelche Biografien von Künstlern hoch und runter rattern zu können, sondern auch darum, die Möglichkeit zu haben, sich mit etwas auseinanderzusetzen, mit dem man sich sonst nicht auseinandergesetzt hätte. Wer hat in seinem stressigen Alltag schon Zeit, den Besuch eines Museums einzuplanen? In solchen viel zu seltenen Schulmomenten habe ich das Gefühl, wirklich etwas fürs Leben zu lernen. Das Ausschlaggebende daran ist nämlich, dass ich gar nicht bewusst lerne, sondern erlebe. Ich habe dabei die Möglichkeit, diese Jahrhundertwerke aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen. Dabei kann ich erkennen, was mich am meisten fasziniert und am meisten bewegt. Auch lerne ich dadurch mich besser kennen, da ich herausfinde, was mich gar nicht interessiert, was mich langweilt und ich nicht verstehe. Hört sich ziemlich weltbewegend an, aber das ist eigentlich ein normaler Prozess, der täglich in der Schule passieren sollte.

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