interaktiv

Schülerleben live

Skiurlaub mit fatalen Folgen

Autor:
Maja

Rubrik:
orientieren

31.01.2012

„Hanna, hast du Lust mit uns in den Weihnachtsferien Ski fahren zu gehen?“ Na klar doch! Bis vor drei Wochen konnte ich mir nichts Spaßigeres vorstellen, als mit Freunden nach Österreich zum Ski fahren zu fahren.

Es war auch alles ganz wunderbar, bis ich am dritten Tag irgendwie hingefallen bin. Wie es dazu kam, weiß ich allerdings nicht mehr, genauso wenig, wie ich mich an meine Ohnmacht erinnere. Erst die Serpentinen, die wir mit der „Rettung“, wie die Österreicher den Krankenwagen nennen, runter zum Krankenhaus gefahren sind, sind mir etwas schmerzhaft in Erinnerung geblieben. Das erste, was mir im Krankenhaus gesagt wurde, war: „Oh, auf den Rücken sind Sie gefallen… das ist ja ganz schlecht! Da besteht die Möglichkeit querschnittsgelähmt zu bleiben…“. Also, das war ja ziemlich beruhigend! Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht: Ein Wirbel war irgendwie gebrochen und ich musste erst mal fünf Tage im Krankenhaus in Schladming bleiben. Dann wurde ich mit einem Liegendtrasport nach Hause gefahren – ich darf nämlich nicht wirklich sitzen.

Das gestaltet sich natürlich als gewisses Problem, wenn man in die Schule gehen soll. So war ich jetzt auch die ersten beiden Wochen nach den Ferien zu Hause rumgelegen und bin nur zu wichtigen Klausuren, leicht mit Paracetamol gedopt, in die Schule gegangen. Man könnte meinen, es macht einen unglücklich, nur rumzuhängen, aber ich bin so dankbar, nicht querschnittsgelähmt zu sein, dass es mir bestens geht. Außerdem werde ich ständig von Freunden besucht und habe endlich mal Zeit zu lesen.

Ab nächster Woche werde ich mit Korsett wieder vorsichtig für ein paar Stunden in die Schule gehen. So kurz vor dem Abitur ist es nicht direkt empfehlenswert, für sechs Wochen (das ist die Prognose des Arztes, bis alles wieder in Ordnung ist) in die Schule zu gehen. Auch wenn ich vielleicht nicht den schönsten Urlaub meines Lebens im Schladminger Krankenhaus verlebt habe, hab ich noch mal ganz schön Glück im Unglück gehabt!

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