interaktiv

Schülerleben live

Von Physik und Surfen

Autor:
Johannes

Rubrik:
orientieren

20.03.2012

Hallo, ich bin Johannes und mache dieses Jahr mein Abitur. Spannend, oder?!

Ehrlich gesagt frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob wir uns – damit meine ich im Endeffekt meine „Mitstreiter“ im Notenstress – nicht alle ein kleines bisschen zu ernst nehmen. Klar, ein Schulabschluss ist etwas enorm wichtiges, nach Möglichkeit sollte er auch nicht allzu schlecht ausfallen. Aber mit was für einer Verbissenheit so manch einer an die Sache rangeht ist schon erschreckend. Ganz zu schweigen von den ganzen Dingen drum herum! Es gibt tatsächlich Partys zur Seminararbeitsabgabe. Genau das meine ich mit „wir nehmen uns alle ein wenig zu ernst“: Wie viele Millionen Menschen vor uns haben bereits Ihr Abitur erfolgreich hinter sich gebracht (bzw. eine Seminar- oder Facharbeit angefertigt)? Und wie viele sind‘s allein dieses Jahr? Es kommt mir manchmal ein bisschen selbstverliebt vor, da stolz drauf zu sein...

Nagut, genug des Meckerns, ich bin ja auch bald fällig und vielleicht bilde ich mir nach der letzten Prüfung ja auch wer weiß was ein, mal sehen. Sicher ist jedenfalls, was ich danach machen möchte und darüber bin ich relativ froh. Ich hasse es nämlich, in der Luft zu hängen. Für mich steht beispielsweise seit fünf Jahren fest, dass ich nach dem Abitur in Frankreich als Surflehrer arbeiten werde.

Vor fünf Jahren machte ich mit meinem Vater und meiner Schwester nämlich Urlaub in einem Surfcamp, und ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Vater das manchmal bereut. Seitdem bin ich nämlich vom Surffieber gepackt, jedes Jahr wende ich all meine Ressourcen dafür auf, an ein „surfbares“ Gewässer zu kommen. Das Problem daran ist allerdings, dass Wellenreiten Wellen erfordert, die es in annehmbarer Qualität und Quantität leider erst im Südwesten Frankreichs gibt. Jedenfalls werde ich dieses Jahr die Ausbildung zum Wellenreitlehrer mit B-Lizenz machen, sodass ich von da an jeden Sommer surfend in Frankreich verbringen kann, während ich andere Leute sozusagen „anfixe“. Das einzige Problem an der Ausbildung ist der Zeitpunkt. In Ermangelung anderer Termine muss ich die einwöchige Ausbildung ausgerechnet eine Woche vor meiner letzten Abi-Prüfung machen. Aber was macht man nicht alles für sein Hobby!?

Wie es danach weitergeht, steht auch schon fest: Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach Jena, um Physik zu studieren. Physik?!?! Keine Panik, du bist nicht der erste, dem es die Fußnägel hochrollt. Wie kommt es denn überhaupt zu dem Fach? Naja, Schulphysik hat mich irgendwie immer schon interessiert.

Ich bin ja auch erst 18, was bedeutet, dass ich – meiner Meinung nach zumindest – einiges an Zeit habe, nochmal umzusatteln, sollte sich herausstellen, dass Physik doch etwas zu abgehoben für meinen Geschmack ist.

Und warum mache ich kein Auslandsjahr? Ich könnte ja nochmal nach Australien, alte Bekannte aus meiner Zeit des Schüleraustauschs besuchen oder einfach nur eine Pause vom Lernen machen, wie das so viele Gleichaltrige tun.

Und überhaupt: Wie verlaufen die letzten Wochen vor dem sagenumwobenen Abitur? Was erlebe ich in meinem Sommer? Schaffe ich es, mir einen alten VW-Bus zu finanzieren, um dem Surfer-Klischee vollends gerecht zu werden und den Spätsommer durch Südwesteuropa fahrend zu verbringen? Wie ist der Einstig in das Studentenleben?!

Wenn ihr darüber lesen wollt, müsst ihr einfach geduldig weiter meinen Blog verfolgen!

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