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Schülerleben live

Oder doch Medizin?

Autor:
Johannes

Rubrik:
orientieren

09.07.2012

Wie ihr sicherlich wisst, habe ich mich schon vor langer Zeit darauf festgelegt, nach erfolgreichem Abitur direkt im Herbst mit dem Physik-Studium zu beginnen. Doch je näher ich den finalen Tagen vor der Immatrikulation, beziehungsweise den letzten Tagen in meiner Heimatstadt, komme, desto unsicherer werde ich bezüglich dieser Entscheidung. Aber von Anfang an: Dass meine Noten in der Oberstufe erstaunlicherweise nicht sonderlich schlecht waren, war mir ja vor Bekanntgabe der Abi-Ergebnisse bewusst, auch konnte ich durch Hochrechnungen relativ genau den zu erwartenden Schnitt berechnen. Nun kamen die Abi-Prüfungen und schnell war klar, dass der bisherige Schnitt wohl zu halten sei, vorausgesetzt, mein Bauchgefühl würde mich nicht im Stich lassen. Und so kam der Freitag, an dem die Ergebnisse der einzelnen Prüfungen bekannt gegeben wurden. Ich war tatsächlich besser als erwartet!

Doch einher mit meinem guten Abi geht auch die Unsicherheit, ob ich tatsächlich Physik studieren soll. Irgendwie hat sich in meinem Kopf der Gedanke, Medizin zu studieren, festgesetzt. Weshalb? Ich hatte den größten Teil meiner Schulkarriere in dem Glauben verbracht, niemals die Möglichkeit zu einem Medizin-Studium zu haben, obwohl ich mir eigentlich immer dachte, dass mir das ziemlich viel Spaß machen würde. Und nun habe ich ein Ergebnis erzielt, das mich doch erstaunlich nah an die Realisierung dieses Wunsches katapultiert hat. Da ist guter Rat echt teuer, habe ich mich doch schon um Wohnungen in Jena gekümmert sowie mich innerlich voll und ganz auf Physik eingestellt. Auch wäre es bei Weitem weniger Stress, mich einfach für Physik zu immatrikulieren, schließlich benötigt man dafür nichts als vollständige Bewerbungsunterlagen – einer der Vorteile, die mit einem nicht-zulassungsbeschränkten Studiengang einhergehen.

In Anbetracht der Tatsache, dass ich nur noch knapp zwei Wochen in Deutschland verbringe, erscheint mir die Physik-Option auch etwas sinnvoller. Denn Bewerbungsverfahren und dergleichen sind nunmal für Medizin etwas stressiger, sodass die Koordination aus Frankreich eher schwierig sein dürfte. Naja, ich werde Medizin nun als Plan B im Auge behalten. Sollte mir Physik nicht zusagen, besteht ja immer noch die Möglichkeit, nächstes Jahr zu wechseln.

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