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Schülerleben live

Endlich unterwegs

Autor:
Johannes

Rubrik:
auszeit nach dem abi

24.07.2012

Nur vier Tage nach der Abifeier sah mein Zimmer nicht mehr im Entferntesten aus wie sonst: leere Regale, kein Schreibtisch, demontierte Möbel und eine sagenhafte Ordnung, wie ich sie nie selbst zustande hätte bringen können. Grund für diese Änderungen ist natürlich meine Abreise und damit auch mein Auszug von daheim. Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich zwischen der Ankunft aus Frankreich beziehungsweise Spanien und dem Umzug nach Jena im September nur etwa zwei oder drei Tage haben werde. Von daher erschien es sinnvoll, jetzt vorzuarbeiten, zumal meine Familie ein sonst sinnlos leerstehendes Zimmer nun voll und ganz nutzen kann. Natürlich galt es dann, mein neues Heim, einen alten VW-Bus, einzurichten. Zugegebenermaßen eine eher leichte Aufgabe, da ich die nächsten drei Monate wohl eher spartanisch leben werde. Zudem musste ich noch einige organisatorische Dinge erledigen, sodass meine vier letzten Tage alles andere als entspannt waren. Damit ließ es sich allerdings ganz gut leben, denn mit zunehmender Zeitknappheit stieg selbstverständlich das Reisefieber.

Dann war es schließlich so weit: Am Mittwochmorgen saß ich hinter dem Fahrersitz, gemütlich in einer Reihe mit zahllosen Lastwägen. Klar, es gibt schnellere Wege zu reisen, aber um ehrlich zu sein, finde ich es wesentlich interessanter, die Distanz zwischen Abreise- und Zielort zu „fühlen“. Ich brauche die nervenaufreibende Anreise, um wirklich zu realisieren, dass mit erfolgter Ankunft der Urlaub beginnt!

Die Fahrt selbst verlief letzten Endes ohne Zwischenfälle, abgesehen von einem 15-minütigen Stau vor Bordeaux. Auch das Fahren ohne Navi ist ehrlich kein Stress, solange man Karten lesen kann! Voraussetzung dafür ist allerdings eine detaillierte Karte, die mir auf die letzten 30 Kilometer gefehlt hat, sodass ich es geschafft habe einen Umweg von 20 Kilometern zu fahren! Das ist insofern peinlich, als ich mich eigentlich in der Gegend recht gut auskannte.

Wie auch immer, schließlich war ich angekommen und nach circa 28 Stunden (inklusive Pausen) vollkommen erschöpft am Zielort!

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