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Schülerleben live

Warum ich in Deutschland bleiben will

Es gibt Zeiten, da hat man nach wochenlangem Quasi-Nichtstun plötzlich in drei Tagen lauter Termine! So fühle ich mich nach der letzten Woche: Erst war ich von Mittwoch bis Samstag zu Besuch bei einer Freundin in Rheinland-Pfalz, dann Samstagabend direkt auf die Party einer ehemaligen Stufenkameradin eingeladen und Sonntag schließlich mit meiner besten Freundin im Freibad verabredet. Was diese drei Mädchen gemeinsam haben? Alle drei haben ein Auslandjahr vor sich oder bereits hinter sich gebracht. Meine Freundin aus Rheinland-Pfalz fliegt nächste Woche nach Argentinien, die ehemalige Stufenkameradin macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in Togo und meine beste Freundin hat die elfte Klasse in den USA verbracht.

Auslandsjahre nach dem Abitur oder für ein Schuljahr sind gang und gäbe, alleine in meinem engeren Bekanntenkreis haben mindestens zwölf Leute die Einführungsphase genutzt, eine Zeit lang in Amerika, Belgien, Japan, Südafrika oder England zur Schule zu gehen und spontan fallen mir auch mindestens fünf Personen ein, die nach dem Abitur erst einmal als Au-pair oder mit Work& Travel nach Irland, Neuseeland oder Australien gereist sind. Ich meine, klar, ein Jahr in einem fremden Land zu leben, bringt viele Vorteile: Man verbessert seine Fremdsprachenkenntnisse, lernt viele Leute und deren Kultur kennen, kann Unmengen an Lebens- und Selbsterfahrung sammeln und im Lebenslauf ist es für einige Berufsfelder nicht nur von Vorteil, sondern sogar wünschenswert.

Und natürlich stellt sich die Frage: Warum eigentlich nicht? Asien und Afrika fielen bei mir zwar ohnehin raus, weil mir die Umstellung zu schwerfallen würde, aber England oder Nordamerika haben schon ihren Reiz und meine Defizite bezüglich der englischen Sprache würde ich dabei bestimmt auch aufholen… Aber neben den vielen Vorteilen, die Auslandsjahre bieten, ist das Wichtigste ja, dass man sich von zu Hause lösen kann. Und das ist aktuell nicht nur wegen der ganzen Menschen, die ich furchtbar vermissen würde, schwierig.

Neues erleben werde ich auch im nächsten Jahr im Level Studium. Und Erfahrungen mit anderen Ländern kann ich auch im Urlaub machen. Und der Lebenslauf? Klar würde sich so etwas schön darin machen. Aber es ist ja nicht so, dass man nur einen Job bekommt, wenn man ein Jahr im Ausland war. Praktika und Kontakte bringen mindestens genau so viel, wenn man nicht gerade etwas total Internationales machen möchte.

Von daher steht für mich fest: Ich möchte in Deutschland bleiben. Aber euch viel Spaß in Togo und Argentinien!

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 6, 2012
Autor: Janna
Rubrik: orientieren
Sep 6, 2012

Was tun nach dem Abi?

Luxusübernachtung - ohne Luxus

Die erste Urlaubswoche ist bereits vorüber und leider muss ich feststellen, dass das Geld recht schnell durch die Hände fließt. Mit einem Kollegen, der ebenfalls Urlaub hat, bin ich an die spanische Grenze bzw. knapp nördlich davon gefahren. Die Wellen waren die ersten zwei Tage passabel, sodass wir noch ins Wasser konnten, doch ab Dienstag war einfach nur noch Mittelmeer. Surfen war nicht mehr, also was tun mit der gewonnenen Zeit? Genau: Kulturtrips! Wir sind hoch nach Biarritz gefahren, um uns die Stadt mal anzusehen, hatten nur leider nicht die sengende Hitze auf dem Radar gehabt. Diese machte jegliches Umherschlendern unmöglich, sodass wir uns einfach faul vier Stunden an den Stadtstrand gelegt haben. War aber auch mal schön erholsam und eine völlig neue Erfahrung! Ich muss nämlich zugeben, dass ich, trotz meines Berufes, noch nie einfach so am Strand lag und mir die Sonne auf den Bauch habe scheinen lassen. Die Nächte waren ebenfalls sehr warm, wurden allerdings zu fortschreitender Stunde dann erträglich.

Wenn einem nicht von den Freunden und Helfern in Hell- und Dunkelblau ein Strich durch die Rechnung gemacht wird. Grundsätzlich sind wir nämlich am Wildcampen, das heißt, wir stellen uns einfach irgendwohin und schlafen. Das hatte bisher auch ganz gut geklappt, doch die Glückssträhne war wohl am Ende: Donnerstagmorgen: Aus dem Bus quälen, Zähneputzen und was trinken und – oh Schreck: ein Strafzettel. 17 Euro für die Übernachtung auf dem Parkplatz am Strand. Na gut, das geht noch, geteilt durch zwei Personen, außerdem hätten wir auf dem Campingplatz das gleiche gezahlt.

Aber die nächste Nacht hatte es in sich: Extra etwas weiter weg ins Landesinnere gefahren, damit die patroullierenden Polizisten uns auch nicht finden, werden wir am nächsten Morgen unsanft durch lautes Klopfen an der Bustür geweckt: 135 Euro für das Schlafen im Bus? In nächster Zeit werde ich wohl einen saftigen Strafzettel nach Deutschland geschickt bekommen. Für die Kohle hätten wir uns auch einfach ein echt passables Hotelzimmer nehmen können. Aber okay, das passiert mir so schnell nicht mehr, bin jetzt nämlich in Spanien auf dem Weg nach Galicien mit Halt in Asturien und hier in Spanien sind die Behörden, was das Wildcampen anbelangt, um einiges entspannter als in Frankreich!

Autor: Johannes  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 29, 2012
Autor: Johannes
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 29, 2012

Schülerleben live

Jetzt wird es ernst

Okay, jetzt wird es ernst: Der erste Karton steht bereit. Ein paar Bücher sind schnell verstaut, aber wie bitte soll ein ganzes Leben in eine Umzugskiste passen? Und wo fängt man da überhaupt an? Auch würde ich gerne alten Krempel übers Internet für Geld an den Mann bringen, denn das kann man ja bekanntlich immer gebrauchen, aber das ist gar nicht so leicht, wenn man nicht mal mehr eine richtige Adresse hat.

Seit nunmehr zwei Monaten jette ich durch Europa. Urlaub am östlichen Mittelmeer, Kurztrip nach Hamburg und pendeln zwischen Köln und daheim – wobei... „zuhause” ist auch relativ geworden. Zuhause ist da, wo mein Koffer und mein Netbook sind. Doch dieser Karton lässt mich vermuten, dass sich das bald ändern wird. „Endlich!”, sollte ich nun sagen, doch der Übergang ist gar nicht so leicht. Besonders wenn man nicht einmal weiß, an welchem Ort man wieder auspacken wird. Gerade kann ich mir jedenfalls nur schwer vorstellen, meine Möbel woanders wieder aufzubauen.

Und wie findet man es, dieses Örtchen? Ich habe das Gefühl, mir steht so viel bevor, von dem ich nicht den geringsten Schimmer habe. In der Schule war nie die Rede von Wohnungssuche, Zentralheizung oder Kaution! Wie soll man da als kompletter Neuling auf dem Markt durchsteigen? Das einzig Erleichternde daran scheint zu sein, dass die anderen ebenso wenig Ahnung haben wie ich.

Einmal mehr wird mir klar, dass diese ganze Zeit ein einziger großer Anfang ist. Doch so langsam habe ich das Gefühl, dass ich meinen Weg finde. Wo immer der mich auch hinführen wird.

Autor: Noelle  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 27, 2012
Autor: Noelle
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 27, 2012