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Was tun nach dem Abi?

Luxusübernachtung - ohne Luxus

Autor:
Johannes

Rubrik:
auszeit nach dem abi

29.08.2012

Die erste Urlaubswoche ist bereits vorüber und leider muss ich feststellen, dass das Geld recht schnell durch die Hände fließt. Mit einem Kollegen, der ebenfalls Urlaub hat, bin ich an die spanische Grenze bzw. knapp nördlich davon gefahren. Die Wellen waren die ersten zwei Tage passabel, sodass wir noch ins Wasser konnten, doch ab Dienstag war einfach nur noch Mittelmeer. Surfen war nicht mehr, also was tun mit der gewonnenen Zeit? Genau: Kulturtrips! Wir sind hoch nach Biarritz gefahren, um uns die Stadt mal anzusehen, hatten nur leider nicht die sengende Hitze auf dem Radar gehabt. Diese machte jegliches Umherschlendern unmöglich, sodass wir uns einfach faul vier Stunden an den Stadtstrand gelegt haben. War aber auch mal schön erholsam und eine völlig neue Erfahrung! Ich muss nämlich zugeben, dass ich, trotz meines Berufes, noch nie einfach so am Strand lag und mir die Sonne auf den Bauch habe scheinen lassen. Die Nächte waren ebenfalls sehr warm, wurden allerdings zu fortschreitender Stunde dann erträglich.

Wenn einem nicht von den Freunden und Helfern in Hell- und Dunkelblau ein Strich durch die Rechnung gemacht wird. Grundsätzlich sind wir nämlich am Wildcampen, das heißt, wir stellen uns einfach irgendwohin und schlafen. Das hatte bisher auch ganz gut geklappt, doch die Glückssträhne war wohl am Ende: Donnerstagmorgen: Aus dem Bus quälen, Zähneputzen und was trinken und – oh Schreck: ein Strafzettel. 17 Euro für die Übernachtung auf dem Parkplatz am Strand. Na gut, das geht noch, geteilt durch zwei Personen, außerdem hätten wir auf dem Campingplatz das gleiche gezahlt.

Aber die nächste Nacht hatte es in sich: Extra etwas weiter weg ins Landesinnere gefahren, damit die patroullierenden Polizisten uns auch nicht finden, werden wir am nächsten Morgen unsanft durch lautes Klopfen an der Bustür geweckt: 135 Euro für das Schlafen im Bus? In nächster Zeit werde ich wohl einen saftigen Strafzettel nach Deutschland geschickt bekommen. Für die Kohle hätten wir uns auch einfach ein echt passables Hotelzimmer nehmen können. Aber okay, das passiert mir so schnell nicht mehr, bin jetzt nämlich in Spanien auf dem Weg nach Galicien mit Halt in Asturien und hier in Spanien sind die Behörden, was das Wildcampen anbelangt, um einiges entspannter als in Frankreich!

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