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Warum ich in Deutschland bleiben will

Autor:
Janna

Rubrik:
orientieren

06.09.2012

Es gibt Zeiten, da hat man nach wochenlangem Quasi-Nichtstun plötzlich in drei Tagen lauter Termine! So fühle ich mich nach der letzten Woche: Erst war ich von Mittwoch bis Samstag zu Besuch bei einer Freundin in Rheinland-Pfalz, dann Samstagabend direkt auf die Party einer ehemaligen Stufenkameradin eingeladen und Sonntag schließlich mit meiner besten Freundin im Freibad verabredet. Was diese drei Mädchen gemeinsam haben? Alle drei haben ein Auslandjahr vor sich oder bereits hinter sich gebracht. Meine Freundin aus Rheinland-Pfalz fliegt nächste Woche nach Argentinien, die ehemalige Stufenkameradin macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in Togo und meine beste Freundin hat die elfte Klasse in den USA verbracht.

Auslandsjahre nach dem Abitur oder für ein Schuljahr sind gang und gäbe, alleine in meinem engeren Bekanntenkreis haben mindestens zwölf Leute die Einführungsphase genutzt, eine Zeit lang in Amerika, Belgien, Japan, Südafrika oder England zur Schule zu gehen und spontan fallen mir auch mindestens fünf Personen ein, die nach dem Abitur erst einmal als Au-pair oder mit Work& Travel nach Irland, Neuseeland oder Australien gereist sind. Ich meine, klar, ein Jahr in einem fremden Land zu leben, bringt viele Vorteile: Man verbessert seine Fremdsprachenkenntnisse, lernt viele Leute und deren Kultur kennen, kann Unmengen an Lebens- und Selbsterfahrung sammeln und im Lebenslauf ist es für einige Berufsfelder nicht nur von Vorteil, sondern sogar wünschenswert.

Und natürlich stellt sich die Frage: Warum eigentlich nicht? Asien und Afrika fielen bei mir zwar ohnehin raus, weil mir die Umstellung zu schwerfallen würde, aber England oder Nordamerika haben schon ihren Reiz und meine Defizite bezüglich der englischen Sprache würde ich dabei bestimmt auch aufholen… Aber neben den vielen Vorteilen, die Auslandsjahre bieten, ist das Wichtigste ja, dass man sich von zu Hause lösen kann. Und das ist aktuell nicht nur wegen der ganzen Menschen, die ich furchtbar vermissen würde, schwierig.

Neues erleben werde ich auch im nächsten Jahr im Level Studium. Und Erfahrungen mit anderen Ländern kann ich auch im Urlaub machen. Und der Lebenslauf? Klar würde sich so etwas schön darin machen. Aber es ist ja nicht so, dass man nur einen Job bekommt, wenn man ein Jahr im Ausland war. Praktika und Kontakte bringen mindestens genau so viel, wenn man nicht gerade etwas total Internationales machen möchte.

Von daher steht für mich fest: Ich möchte in Deutschland bleiben. Aber euch viel Spaß in Togo und Argentinien!

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