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Schuelerleben live

Neue Herausforderungen und alte Freunde

Autor:
Noelle

Rubrik:
auszeit nach dem abi

21.09.2012

Darf ich vorstellen: Noelle Bölling, Studentin. Denn vergangenen Donnerstag war es endlich soweit: Ich habe mich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn eingeschrieben. Wurde auch mal Zeit! Aber jetzt ist es offiziell und das fühlt sich so richtig gut an!

Leider habe ich das Gefühl, dass die Arbeit jetzt erst richtig anfängt und das meine ich nicht auf das Studium an sich bezogen. Bei der Immatrikulation wurde mir der Studienkompass ausgehändigt, den ich noch am selben Abend komplett durchlas, weil ich hoffte, mir würde so einiges klarer werden. Stattdessen bin ich nun aber noch verunsicherter als zuvor! Planen, Anträge stellen, Beratung ... Tausend Namen und Adressen werden genannt und ich habe absolut keine Ahnung, wo ich mit mir nun hin soll.

Dann überkommt mich wieder so ein Moment, indem ich wehmütig an die Schulzeit zurückdenke. Morgens hin, nachmittags wieder heim. Den Stundenplan gab es ausgedruckt und auch sonst bestand die einzige organisatorische Herausforderung darin, den Zettel für den Elternsprechtag in der Schultasche wiederzufinden.

Noch viel mehr Bammel als vor dem Verschlafen irgendwelcher Fristen habe ich jedoch vor meinen Mitstudenten. Vor dem Sekretariat konnte ich nämlich schon mal einen ersten vagen Blick auf sie werfen und musste geschockt feststellen, dass manch einer wirklich die schlimmsten Klischees zu erfüllen scheint: Von gepiercten Punks bis zu aalglatten Chihuahuabesitzern war alles dabei! Wahrscheinlich sollte ich mich zuerst noch einmal in Weltoffenheit üben. Tut mir leid Leute, aber da wo ich herkomme, sind Kurzhaarfrisuren bei Mädchen schon irgendwie seltsam. Andererseits ist es doch klar, dass die Leute, die ich während des Studiums kennenlernen werde, niemals so sein können wie meine Freundinnen zuhause. Und das sollen sie doch auch gar nicht, oder? Naja, davon werde ich mich wohl erst noch selbst überzeugen müssen.

 

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