interaktiv

Schülerleben live

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Autor:
Nele

Rubrik:
orientieren

08.11.2012

„Du bist doch bescheuert". Diesen Satz höre ich ziemlich oft, oder ich kann zumindest an den Augen meines Gegenübers erkennen, dass er mir genau das jetzt am liebsten sagen würde. Einige nennen es durchgeknallt, übergeschnappt, seltsam; ich nenne es abenteuerlustig, mutig und weltoffen. Alles irgendwie Ansichtssache. Ich bin gerne unterwegs, liegt wohl daran, dass ich als Kleinkind schon mal in Südafrika gelebt habe und dort zur Schule gegangen bin. Seitdem hat mich wohl das Reisefieber gepackt, deswegen wurde letztes Jahr fleißig gespart, um in den Sommerferien einen Monat Backpacker in Irland zu spielen. Wenn ich mal nicht in wildfremden Ländern durch die Gegend renne und versuche die richtige Busverbindung zu finden, gehe ich wie jeder andere Schüler zur Schule. Nächstes Jahr habe ich dann (hoffentlich) mein Abitur. Mein Schulalltag fängt meistens morgens um acht Uhr an, circa um halb zehn bin ich dann auch endlich geistig anwesend. Meistens endet die Schule um zwei Uhr. Danach kommt halt das Übliche: Mittagessen, Hausaufgaben, Hausarbeiten und so weiter und so fort. Sollte ich darauf keine Lust haben, setze ich mich aufs Sofa und schreibe Briefe, Geschichten und Gedichte. In der Schule interessieren mich insbesondere Sprachen. Ich habe in der Oberstufe neben Deutsch noch Englisch, Französisch und Spanisch. Außerdem finde ich Geschichte spannend (obwohl das auch sehr vom Thema abhängt). Was ich überhaupt nicht mag sind naturwissenschaftliche Fächer (wie Biologie, Physik und Chemie) und Mathematik. Zwei von diesen Fächern, nämlich Physik und Chemie, bin ich zum Glück in der Oberstufe losgeworden. Was nach der Schule kommt, weiß momentan noch keiner, am allerwenigsten ich. Erstmal nehme ich mir wahrscheinlich eine Auszeit. Ob ich mir da einen Saisonjob suche oder ins Ausland gehe – keine Ahnung. Währenddessen habe ich dann hoffentlich einen Geistesblitz, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Ein Studium wäre schon einen Gedanken wert, dann müsste ich mich aber auf eine bestimmte Richtung festlegen und das fällt mir eben schwer. Arbeiten wäre ein gutes Kontrastprogramm zum jahrelangen Herumsitzen in der Schule, ich könnte mich endlich mal mehr bewegen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich weiß im Moment wirklich nur, dass ich nichts weiß.

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