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Schülerleben live

Glück --alles Ansichtssache (?)

Autor:
Nele

Rubrik:
orientieren

05.12.2012

Heute ging es in der Schule um das Thema Glück. Mich wundert eigentlich so langsam nichts mehr. Glück ist ja schön und gut, aber könnte mir vielleicht mal jemand was Nützliches beibringen? Zum Beispiel wäre es schön, bei dem ganzen Börsenfachchinesisch auch mal was zu verstehen. Dann müsste ich nicht immer rätseln, was dieses oder jenes Wort bedeutet. Aber zurück zum Thema Glück: Wir werden so wie es aussieht zwei große Themenbereiche behandeln, die angeblich eng mit Glück zusammenhängen. Nämlich Liebe und Freundschaft. Vielleicht nicht unbedingt in der Reihenfolge. Mal abgesehen davon, dass es auch Menschen gibt, die alleine am glücklichsten sind, aber das ist ein anderes Thema. Angeblich braucht man zum persönlichen Glück auch gesellschaftliche Anerkennung und ein gewisses Maß an materiellen Dingen. Spätestens ab dem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass mein Lehrer keine Ahnung hat, wovon er redet. Ich habe in Afrika Menschen gesehen, die fast nichts haben und die sahen glücklicher aus als viele Europäer. Allerdings muss ich zugeben, dass es auch europäische Länder gibt, in denen Lebensfreude und Offenheit herrschen und nein, es ist meinem Empfinden nach nicht Spanien. Sondern Irland. Ich gebe zu, das Wetter dort ist ziemlich bescheiden. Aber die Menschen sind so offen, tolerant und lebensbejahend, dass es einem als Deutschem fast weh tut. Na gut, das war vielleicht ein wenig übertrieben. Nichtsdestotrotz, ich habe jede Sekunde in Irland genossen. Vor allem irische Pubs sind sehr empfehlenswert (nicht wegen des Essens oder der Getränke, sondern wegen der Musik). Ich hatte ja schon immer einen Faible für Irish Folk, allerdings ist es seit der Zeit in Irland noch schlimmer geworden. Den Rest der Schulstunde habe ich nicht wirklich weiter zugehört, das einzige Wort, das ich dann doch noch aufgeschnappt habe war: „Vergleichsmaßstab". Dementsprechend ist ein Afrikaner mit wenig glücklich, weil seine Nachbarn auch wenig haben. Dagegen ist bei uns ein gering verdienender Arbeitnehmer unglücklicher als der Afrikaner, weil er sich mit den Besserverdienenden vergleicht. Im Umkehrschluss sollten sich also diejenigen, die in einer bestimmten Kultur leben und dort weniger als der Durchschnitt verdienen, bewusst machen, was sie im Vergleich zu einem Afrikaner (beispielsweise) besitzen und schon wäre das Problem gelöst (?).

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