interaktiv

Schülerleben live

Von Träumern, Künstlern und der Zukunft

Autor:
Nele

Rubrik:
orientieren

17.01.2013

Nennt mich naiv, vielleicht bin ich es ja auch, aber mein Traumberuf ist Schriftstellerin. Da bin ich mir inzwischen sicher. Am liebsten würde ich die ganze Welt bereisen und inspiriert durch das, was ich sehe, meine Geschichten schreiben. Denn die besten Geschichten schreibt schließlich immer noch das Leben. Seit ich denken kann, ist da diese Sehnsucht. Die Sehnsucht nach der Ferne, dem Unbekannten, dem Abenteuer. Die Sehnsucht nach Büchern, nach Geschichten, nach Kreativität. Eine Zeit lang habe ich probiert sie zu bekämpfen. Ich meine, was hat denn eine Träumerin wie ich für eine Chance erfolgreich zu sein, in dieser Welt, in der sich jeder für einen Künstler hält?

Deshalb habe ich ein Zeit lang aufgehört zu schreiben, zu singen und zu tanzen. Aber irgendwie kann ich nicht aus meiner Haut. Ich bin keine Buchhalterin, Chemikerin, Bankangestellte oder ähnliches. Ich bin ich. Und so fühle ich mich nun mal am wohlsten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, mein ganzes Leben lang einen Beruf auszuüben, in dem meine Persönlichkeit nicht voll und ganz aufgeht. Da würde ich kaputt gehen. Normalerweise bin ich durchaus bereit, Kompromisse einzugehen, aber in diesem Punkt geht das einfach nicht. Alles oder nichts. Bei der Berufswahl dulde ich persönlich keine halben Sachen. Hoffentlich bleibt meine Kreativität auch als Erwachsene erhalten. Denn wie sagte schon Picasso: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben". Natürlich kann ich nicht blauäugig wie ein Kind in der Welt der Erwachsenen herumspazieren, das ist mir auch klar. Aber ich kann mir die Farben und die Phantasie meiner Kindheit bewahren. Und nie aufhören, ich selbst zu sein.

Eigentlich sollte ich für meine Geschichtsprüfung lernen, aber die Gedanken lassen mich einfach nicht los. Wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Stunden dazu aufraffen, endlich mit dem Lernen anzufangen. Eines kann ich euch jetzt schon sagen, obwohl meine Prüfungen noch nicht vorüber sind: schlecht gelaufen sind sie nicht. Trotzdem überlege ich seit dem Beginn der Prüfungen, ob ich nach meiner Schulzeit jemals wieder freiwillig einen Fuß in eine Schule oder Universität setzten werde.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.