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Schülerleben live

Freistunde - Erholung oder Unsinn?

Autor:
Bo

Rubrik:
orientieren

17.03.2014

An manchen Schulen ist sie verbreitet, an anderen existiert sie nahezu nicht: Die Rede ist von Freistunden. Der Grund für Freistunden kann vielfältig, meist sind es Krankheit der Lehrer, Exkursionen oder Weiterbildungen.

Die Frage ist, ob man sich über die entfallenden Stunden begeistern kann, denn man muss trotzdem in der Schule sitzen und warten. Oftmals nimmt man sich vor, in der Freistunde für anstehende Klausuren zu lernen oder Hausaufgaben zu machen. Dieser Vorsatz besteht meistens aber nur bis zu dem Moment, in dem man gemeinsam mit Freunden im Aufenthaltsraum sitzt. Die Frage nach der sinnvollen Gestaltung dieser freien Zeit ist immer Ansichtssache. Für die einen ist ein Mini-Shoppingtrip inklusive großem Kaffee, der beste Weg, um die Zeit zu überbrücken, während andere lieber ein kleines Schläfchen einlegen.

Das Problem an Freistunden ist, dass man ständig an die noch anstehenden Stunden denkt und sich deshalb nicht bedingungslos entspannen kann. Zusätzlich muss man bedenken, dass der Lernstoff sich nicht von alleine den Schülern beibringt. Was an Stunden fehlt, merkt man spätestens vor der nächsten Klausur, wenn sich unbeantwortete Fragen ansammeln. Auch die Tatsache, dass der gesamte Lehrplan für das Abitur relevant ist, macht es nicht besser. In Fällen, wo das entsprechende Fach eine längere Zeit ausfällt, muss der Schüler den Lernstoff selbstständig erarbeiten. Das hört sich simpel und machbar an, ist aber ganz schön schwer. Denn man muss es selbstverständlich in seiner Freizeit tun und am besten noch Lerngruppen gründen. Oft scheitert es schon an der Organisation. Im Endeffekt sind Freistunden also mit Vorsicht zu genießen, aber das süße Nichtstun zwischendurch hat schon was.

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