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Schülerleben live

Was nun?

Autor:
Bo

Rubrik:
orientieren

21.11.2014

Man stelle sich vor, dass eine Lehrkraft aus persönlichen Gründen für längere Zeit ausfällt. Klingt eigentlich nach einer normalen Situation im Schulalltag. Normalerweise lassen solche Nachrichten alle Schülerherzen höherschlagen. Problematisch wird es aber, wenn man diese Lehrperson in einem Abiturfach hat, in dem man dringend vorbereitet werden muss. Obwohl ich ehrlich gesagt zugeben muss, dass ich mich in den ersten Wochen über das Ausfallen der Stunden gefreut habe. Erst nach einiger Zeit kamen nach und nach Sorgen auf. Ich befürchtete, dass wir den obligatorischen Lehrplan nicht schaffen und merkte, wie nah das Abi bereits ist. Was sollte ich also tun?

Die Schule konnte keinen Vertretunglehrer stellen, da die wenigen Fachlehrer schon absolut ausgelastet sind. Sie können uns aber auch nicht ewig mit Arbeitsblättern versorgen und erwarten, dass wir die abirelevanten Themen auf magische Art und Weise verstehen. Natürlich muss ein Oberstufenschüler in der Lage sein, sich manche Themen selber zu erschließen, aber wer so argumentiert, muss zugeben, dass dann theoretisch jeder Schüler einfach ein Lernpaket nach Hause geliefert bekommen könnte.

Die beste Idee ist ein Schülerlernkreis. In den Studen, in denen normalerweise der Unterricht stattgefunden hätte, finden wir Schüler uns nun zusammen. Gemeinsam wird gelernt, wiederholt und erklärt. Jeder bereitet ein Thema vor und stellt es den anderen vor. Das wohl Praktischste an dieser Lösung ist, dass wir uns gegenseitig motivieren. Seitdem wir gemeinsam lernen, werden viele allein durch die Gruppendynamik mitgezogen und erbringen recht gute Leistungen.

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