interaktiv

Schülerleben live

Singen statt büffeln

Autor:
Lea

Rubrik:
orientieren

02.01.2015

Was andere Schulen im Sommer machen, findet an unserer christlichen Lehranstalt immer zwei Wochen vor Weihnachten statt. Jede Klasse setzt eine Geschäftsidee um, verkauft etwas zu essen oder zu trinken. Das Geld geht ganz im Sinne von Weihnachten an einen guten Zweck. Höhepunkt des Abends ist natürlich der Auftritt unserer diversen Musikensembles. Eines davon ist das Orchester, das aus mehr als 70 Schülern besteht und mittlerweile ein relativ hohes Niveau erreicht hat. Letztes Jahr hatte ich die Ehre, die Abteilung der Streicher, das sogenannte Kammerorchester, am Klavier zu unterstützen. Trotz meiner anfänglichen Nervositiät hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht. Es ist schön, mit anderen zusammenzuspielen. Vor allem, wenn es so gute Musiker sind, wie die Mitglieder des Orchesters. Schade, dass es nach dem letzten Abiturjahrgang leider etwas geschrumpft ist. Eben diese Erfahrung durfte ich bei der Weihnachtsfeier 2014 mit meinem ganzen Musikkurs teilen. Ursache dafür war die Idee meiner Musiklehrerin, die auch gleichzeitig das Orchester leitet. Statt Unterricht hat sie mit uns zwei dreistimmige Lieder einstudiert. Und so kam es, dass das große Orchester diesmal uns unterstütze, als wir Händels „Halleluja“ und „Run“ von Snow Patrol zum Besten gaben.

Erstaunlich war es zu beobachten, wie selbst die größten Klassenclowns Spaß an dem Projekt hatten. Und das, obwohl es sich zum Teil um klassische Musik handelte. Einer der Jungs wollte sogar in den Sopran, wo selbst ich als Mädchen mich fehl am Platz fühlte. Es tat wirklich gut, einmal im Unterricht nicht stillsitzen zu müssen, sondern zum Einsingen aufstehen zu dürfen, sich dehnen und Grimassen ziehen zu können. Außerdem hatten wir alle das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben und etwas Sinnvolles getan zu haben. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Ergebnis nicht schlecht klang.

Gemeinsam Musik zu machen fördert meiner Meinung nach nicht nur das kreative Denken, es macht auch glücklich und stärkt die Gemeinschaft. Schade, dass dafür im regulären Unterricht keine Zeit bleibt.

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