interaktiv

Schülerleben live

Die letzten drei Monate

Autor:
Bo

Rubrik:
orientieren

04.02.2015

Die Weihnachtsferien sind schon wieder viel zu schnell verflogen. Im Unterschied zu den vergangenen zwölf Jahren Schule, bekam ich diesmal schon Mitte Januar mein Zwischen- und zeitgleich vorletztes Zeugnis. Das letzte Schuljahr ist nämlich deutlich kürzer als alle vorherigen und endet bereits im März. Positiv daran ist natürlich, dass das Ende meiner Schulzeit damit deutlich näher rückt und ich nur noch drei Klausuren hinter mich bringen muss. Negativ daran ist wiederum, dass ich deutlich weniger Chancen habe, schlechte Noten auszubügeln, und mich in der kurzen Zeit nicht zurücklehnen darf, wenn ich meine Noten halten will.

Bald heißt es dann: Nie wieder Unterricht, nie mehr Pause, Sportunterricht und das Klingeln des Gongs – aber auch nie wieder die Möglichkeit, viele Freunde nahezu täglich zu sehen, in den Pausen zu quatschen, gemeinsam Streiche zu spielen und das innere Kind herauszulassen. Aber noch bin ich ja nicht ganz so weit. Wie bereits angesprochen, geht es nun auch notenmäßig in den Endspurt. Alle diskutieren und kämpfen um jeden Punkt, denn obwohl ein einzelner Punkt in der Masse unwichtig erscheint, kann er am Ende doch den feinen Unterschied machen. Bei der Notenvergabe herrscht deshalb immer mehr Frust. Hätte der Lehrer aus voll befriedigend nicht schwach gut machen können? Das tut doch beiden Seiten gut: Der Schüler wird dadurch motiviert und beteiligt sich mehr am Unterricht und der Lehrer muss sich keine nörgelnden Schüler antun. Natürlich kann nicht jeder immer 15 Punkte erreichen, aber Lehrer, die diese aus Prinzip nicht geben, wirken auf uns Schüler einfach nur unfair.

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