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Schülerleben live

Die Jagd nach dem Freiwilligendienst

Autor:
Lea

Rubrik:
orientieren

17.02.2015

Ablehnungen zu erhalten ist immer enttäuschend. Aber es gilt, weiter zu machen und seine Strategie zu ändern. Die Organisation in Peru, bei der ich mich zuvor um ein Volontariat beworben hatte, antwortete erst einmal sehr lange nicht mehr. Schließlich hakte ich nach und erhielt daraufhin eine sehr freundliche Absage. Na toll, das hätten sie mir auch früher sagen können. Mittlerweile waren natürlich schon einige Bewerbungsfristen für die öffentlichen Organisationen, die einen internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) oder den Bundesfreiwilligendienst anbieten, abgelaufen. Also berief ich mich zum zweiten Mal auf allerlei Kontakte, die mir einfielen. Meine Tante beispielsweise hatte über die katholische Kirche und weitere Freunde und Bekannte Beziehungen nach Südamerika. So bewarb ich mich bei einer Organisation, die in Kolumbien mit Straßenkindern arbeitet. Den leitenden Personen dort war allerdings das Risiko zu groß, die Verantwortung für eine Volontärin zu tragen. Da in Kolumbien die Kriminalität vor allem durch Guerilla-Kämpfer noch sehr hoch ist, könnten sie nicht damit leben, wenn jemand von außerhalb zu Schaden käme. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen. Eine weitere Möglichkeit habe ich noch: Ich könnte Ende Februar einen weiteren Bekannten meiner Tante treffen, der sein Volontariat in Bolivien gerade beendet hat. Er hat bei einer Lehrerin in Bolivien gewohnt, die an verschiedenen Schulen in den Anden unterrichtet. Er wies mich darauf hin, dass die Gegend dort aber „Pampa“ wäre und sehr einsam.

Über verschiedene Pfade im Internet und Empfehlungen stieß ich neulich dann auf eine Seite von Volontären für Volontäre, auf der Organisationen Anzeigen schalten können, um Freiwillige zu finden. Dadurch wiederum konnte ich zu einer Organisation in Peru Kontakt aufnehmen, die allein durch Freiwillige getragen wird. Sie arbeiten nach dem Motto „You don't pay us, we don't pay you“. Das heißt, dass man seine Lebenshaltungskosten selbst tragen muss, dafür aber auch nichts für Vorbereitungsseminare zu zahlen braucht.

Momentan versuche ich alle Strippen gleichzeitig zu ziehen, weil die Zeit sonst zu knapp wird, um noch etwas zu finden.

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