interaktiv

Schülerleben live

Besinnungstage (Teil 2)

Autor:
Bo

Rubrik:
orientieren

20.02.2015

Rückblickend lässt sich sagen, dass die Besinnungstage mir wirklich gut getan haben. Schon der Ort, in dem wir waren, war einfach wunderschön und perfekt für gestresste Großstadtmenschen wie mich. Statt Autolärm, verstopfter Straßen und Hochhäusern bot uns das Dorf Westkapelle absolute Ruhe, nur einen winzigen Supermarkt und kleine Fachwerkhäuser. Um die Herberge, in der wir untergebracht waren, gab es nur Strand und Meer und überall führen Menschen auf Fahrrädern.

Hinzu kam, dass es keinen Internetzugang und nur sehr schlechter Handy-Empfang gab. In den ersten Tagen fiel es einigen ganz schön schwer, sich in ein Leben ohne Handy, Facebook, Instagram und Co. einzugewöhnen. Das Schöne daran war aber, dass wir uns alle richtig unterhalten konnten, ohne dass einer immer die Finger am Smartphone hatte. Passionierte Langschläfer und Morgenmuffel opferten dann sogar ihren Schlaf, um morgens den Sonnenaufgang am Strand erleben zu können. Für mich war es eine magische Zeit, denn Schule, Leistungen und das Abi rückten in weite Ferne. Ich hatte Zeit, über die Schulzeit zu reflektieren und zur Ruhe zu kommen.

Diese Fahrt veränderte vor allem mein Verhältnis zu den Lehrern. Statt sie als autoritäre und verständnislose Wesen wahrzunehmen, begegneten wir uns auf Augenhöhe und ich sah ein, dass Lehrer auch nur Menschen sind. Richtig „besinnlich“ waren diese Tage für mich zwar nicht, aber ich konnte mal durchatmen und Kraft tanken für die spannende, aber sicher auch anstrengende, Abi-Zeit.

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