interaktiv

Schülerleben live

Mottowoche

Autor:
Bo

Rubrik:
orientieren

31.03.2015

Genau sieben Mal habe ich die Mottowoche der älteren Jahrgänge mitbekommen und aus einem Mix aus Faszination und Schrecken zugesehen. Und dann war es endlich auch für mich so weit. Die letzte Schulwoche vor Beginn der Abi-Prüfungen soll zu einem unvergesslichen Ereignis werden, schließlich ist man mit den Menschen, die einen die letzten acht Jahre begleitet haben, nun das letzte Mal in dieser Konstellation zusammen. Jeder Tag hat ein eigenes Motto, bei uns sind das Kindheitshelden, Pyjama, Hippie, Geschlechtertausch und Schulmädchen. Vor dem Schulgebäude wird mit einem Ghettoblaster laute Musik gespielt. Manche haben ihre komplette Energie auf die Planung und Ausführung dieser Tage gesteckt, was sich in spektakulär kreativen Outfits zeigt. Leider verstehen nur andere Abiturienten und direkt Betroffene diese Verkleidungen, weshalb man im öffentlichen Straßenverkehr nur wenig Verständnis erntet. Die meisten Menschen sind eher verwirrt von einem Prinzessinnen-Kostüm. Der Pyjama-Look inklusive Morgenmantel, Schlafbrille und eingedrehten Lockenwicklern ging hingegen ganz gut. Und wer kann schon von sich behaupten, im Schlafanzug in der U-Bahn gesessen zu haben?

Das alles ist zwar sehr spaßig, aber nicht ganz so entspannt, wie es sich vielleicht anhört. Jeden Tag steht eines der vier Abiturfächer auf dem Plan und in fünf Stunden wird intensiv der obligatorische Stoff wiederholt. Nach diesem intensiven Frontalunterricht funktioniert mein Kopf nur noch bedingt. Ganz praktisch, um die seltsamen Blicke auf dem Nachhauseweg in der U-Bahn zu ignorieren.

Diesen Artikel teilen