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Schülerleben live

Jetzt sollte es ernst werden

Autor:
Bo

Rubrik:
orientieren

26.08.2015

Wirklich begriffen, dass ich in wenigen Wochen ein Studium beginnen werde, habe ich als ich in die Facebook-Gruppe der Jura-Erstis in Heidelberg eingetreten bin. Ich konnte einen Blick auf meine künftigen Kommilitonen werfen und bekam mit, dass auch sie viele Fragen haben. Beruhigenderweise haben die meisten auch noch keine Unterkunft gefunden. Die Zimmersuche gestaltet sich momentan noch etwas schwierig. Offiziell sind nämlich alle Wohnheime der Universität komplett voll. Meine Kriterien für die Wohnung sind die Nähe zur Uni, ein finanzielles Limit von 300 Euro für die Miete und bestenfalls nette Mitbewohner zu haben. Von einem befreundeten Studenten bekam ich den Tipp, unbedingt zu den Wohnheimen zu gehen und mich persönlich vorzustellen, um nicht unter den 2.000 anderen Bewerbern unterzugehen. Also habe ich einen weiteren Besuch in Heidelberg geplant und werde bei den Hausmeistern persönlich vorsprechen.

Daneben habe ich mich aber auch bei einem privaten Wohnheim angemeldet und war etwas erstaunt über deren Anforderungen. Neben einem ausformulierten Lebenslauf sollte ich ein Empfehlungsschreiben einreichen. Was mich an einem Wohnheim reizt ist, dass man direkt unter Leute kommt und viele Leute kennenlernt, wenn man sich den Eingang, das Bad und die Küche teilt. An die Sache mit dem Bad muss ich mich zwar erst noch gewöhnen, aber ein kluger Mensch hat mal gesagt: Das Leben beginnt dort, wo die Komfortzone aufhört. Den Luxus eines eigenen Bades, immer frischer Wäsche und eines stets gut gefüllten Kühlschranks kann ich mir wohl abschminken. Aber momentan überwiegt die Vorfreude. Ich kann es kaum glauben: In wenigen Wochen bin ich Studentin!

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