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Schülerleben live

Salut de France!

Autor:
Tobias

Rubrik:
orientieren

29.08.2017

„Bienvenue en France“ hieß es für mich vergangene Woche. Insgesamt zwei Wochen werde ich bei einer französischen Familie etwa eine Stunde entfernt von der Hauptstadt Paris wohnen. Nach einer sechs Stunden langen Fahrt über Ulm und Stuttgart mit dem Zug bin ich endlich in Paris, genauer gesagt am Gare de l’Est angekommen (es gibt sieben Bahnhöfe für Fernverkehr in Paris und dafür keinen Hauptbahnhof). Schon in Ulm hatte ich Schwierigkeiten beim Umsteigen. Da mein Regionalzug Verspätung hatte, erwischte ich den ICE nach Stuttgart nicht mehr. Glücklicherweise bin ich dann in einen Regionalzug eingestiegen und habe es noch pünktlich nach Stuttgart für den TGV nach Paris geschafft.
Ganz aufgeregt stand ich dann an diesem riesigen Bahnhof, da ich bis dahin mit meiner Familie nur Kontakt per E-Mail hatte. Zuvor habe ich ihnen meine Wagonnummer mitgeteilt, sodass die Vier direkt vor der Tür auf mich warteten. Sie begrüßten mich alle herzlich mit dem obligatorischen Wangenkuss.
Da ich um sechs Uhr abends ankam, war sehr viel Verkehr auf den Pariser Straßen. Das zeigte sich, als meine Gastfamilie und ich zu meiner neuen „Heimat“, einer Stadt mit 2.000 Einwohnern, fuhren. Immer wieder mussten wir anhalten und gefühlte tausend Mal wieder anfahren. Für mich war das der erste „positive“ Schock, denn endlich war etwas los, wobei dieser Eindruck für mich (ein Schüler aus einem Dorf mit 400 Einwohnern) nicht besonders schwer zu gewinnen ist. Nach einer 45-minütigen Fahrt kamen wir zu Hause an und machten uns gleich auf den Weg in ein libanesisches Restaurant. Bis dahin war ich noch nie in einem solchen und deshalb gespannt, was es dort alles zu essen gibt. Wir bestellten mehrere kleine Teller mit verschiedenen Speisen, sodass jeder von allem probieren konnte. Es gab den Kichererbsendip „Hummus“ und eine weitere Besonderheit war ein in Weintraubenblätter eingelegtes Stück Fleisch. Das schmeckte sehr würzig, kann ich nur empfehlen! Mit vollem Magen und noch erschöpft von der Reise, ging es zu Hause gleich ins Bett. Viele Grüße aus Frankreich!

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