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Langzeitklausur in Deutsch

Autor:
Tobias

Rubrik:
orientieren

08.12.2017

„Schreiben, bis der Kopf raucht“, das hieß es für uns Schüler der 12. Klasse vor Kurzem bei der Langzeitklausur im Fach Deutsch. Diese soll die Schüler auf die langen Prüfungen im bevorstehenden Abitur vorbereiten. Insgesamt sechs Stunden hatten wir Zeit für unsere Aufsätze. Zur Auswahl standen ein Vergleich von zwei Gedichten und von zwei Büchern. Um einiges schwieriger war der Essay, von dem die meisten Deutschlehrer abrieten. Dieser neue Aufgabentyp ist wie eine spannend geschriebene Erörterung mit einer Rahmengeschichte.
Ich habe mich bereits vor der Klausur für den sogenannten Werkvergleich, also den Vergleich der beiden Pflichtlektüren „Homo Faber“ von Max Frisch und „Agnes“ von Peter Stamm, entschieden. Mir persönlich fällt das am leichtesten, da ich mich schon im Vorfeld gut darauf vorbereiten und Notizen kann. Diese zwei Bücher habe ich teilweise auf der 13-stündigen Rückfahrt von Paris gelesen. So konnte ich die Zeit wenigstens sinnvoll nutzen.
Ehrlich gesagt hatte ich vor dieser Klausur ziemlich Angst, denn ich habe noch nie zuvor sechs Stunden lang am Stück geschrieben. Die längste Klausur davor war drei Stunden lang. Doch die Zeit ging trotz anfänglicher Bedenken fast schon zu schnell vorbei. Der Werkvergleich besteht nicht nur aus dem Vergleich, sondern auch aus der Interpretation einer vom Lehrer ausgesuchten Textstelle aus einem der zwei Bücher. Für das genaue Lesen benötigte ich viel Zeit, ebenso für die Suche nach passenden Zitaten zum Vergleichsaspekt „Freiheit zwischen den Protagonisten“. Am meisten störte mich, dass die Schüler ständig die Aufsicht fragen mussten, ob sie auf die Toilette dürfen. Das passierte natürlich immer genau dann, wenn mir irgendein Satz einfiel, den ich dadurch wieder vergaß. Nachdem ich die Klausur nun geschrieben habe, kommt mir die zur Verfügung gestellte Zeit angesichts der umfangreichen Aufgabe jedenfalls gar nicht mehr zu lang vor.

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