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Schülerleben live

Pflichtlektüre

Autor:
Tobias

Rubrik:
orientieren

11.01.2018

Eigentlich mag ich das Fach Deutsch in der Schule, doch beim Lesen der letzten von drei Pflichtlektüren, „Dantons Tod“, ist mir der Spaß vergangen. Dieses Drama von Georg Büchner ist als Theaterstück geschrieben worden und zeichnet sich durch viele rhetorische Figuren wie Metaphern oder Hyperbeln (Übertreibungen) aus. Das gefällt besonders unserem Deutschlehrer, da diese die Thematik des Dramas, die Französische Revolution, gut beschreiben können. Mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Schülern macht es aber keinen Spaß, ein Buch zu lesen, in dem man die Hälfte oder weniger nicht versteht.
Verzweifelt versuche ich mich mit der Lektürehilfe durchzukämpfen, was bei den vorigen Pflichtlektüren bisher gut funktioniert hatte. Doch nun ist selbst die Zusammenfassung der Handlung in der Lektürehilfe fast länger als der Originaltext. Und diese ist immer noch voll mit Fachwörtern, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Gefühlt zum hundertsten Mal lese ich mir den gleichen Satz durch und verstehe ihn immer noch nicht. Ich langweile mich immer mehr beim Lesen des „spannenden“ Buches, wie unser Lehrer behauptete, und versuche, beim Lesen nicht einzuschlafen.
Nach einer Weile komme ich auf die Idee, nach dem Buch zu googeln und bin froh, dass es augenscheinlich auch andere Leute mit diesem Buch überfordert sind. Auf YouTube schaue ich mir einen zehnminütigen Film mit Playmobilfiguren an, der die Handlung des Buches erklärt. Durch diese stark komprimierte Form wird mein Interesse zumindest ein bisschen geweckt. Danach lese ich noch weitere Zusammenfassungen im Internet, die zwar um einiges kürzer, aber verständlicher als die Lektürehilfe sind.
Mittlerweile habe ich es doch noch geschafft, meine letzte Pflichtlektüre in Deutsch zu lesen. Doch vor dem Abitur im Frühling sollte ich alle drei Bücher nochmal lesen, weil ich sie bis dahin schon wieder vergessen habe. Ich freue mich schon riesig …

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