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Schülerleben live

Schulsport ist das Letzte

Ich hasse das Fach Sport! Schon in der Grundschule bekam ich bei den Bundesjugendspielen nicht – wie fast jeder andere – eine Auszeichnung, sondern nur eine Teilnehmerurkunde. Schon damals zeigten sich meine nicht vorhandenen sportlichen Fähigkeiten.
Doch auf dem Gymnasium wurde es noch schlimmer. Das Übelste für mich war Reckturnen, da es mir auch nach sieben Jahren Übung nicht gelang. Besonders litt ich beim Vorführen für die Notenvergabe, denn da musste ich mich vor der ganzen Klasse blamieren. Das Publikum lachte mich fast jedes Mal aus. Trotz meiner großen Anstrengungen bekomme ich jedes Jahr, seit ich auf dem Gymnasium bin, eine Vier. Deshalb sinkt meine Motivation für dieses Schulfach jedes Jahr noch mehr. Insgeheim hoffte ich, dass ich Sport nach der 10. Klasse abwählen könnte. Doch falsch gedacht! Ich hätte jedes Fach lieber gehabt als Sport, aber um das Abi zu bekommen, muss man mindestens zwei Schulstunden pro Woche Sport absolvieren.
Jede Sportstunde ist für mich der reinste Horror und ich zähle bereits jetzt, wie viele ich noch bis zum Schuljahresende vor mir habe. Seit Neuestem üben wir wieder Hochsprung – das konnte ich noch nie gut und nun darf ich mich erneut blamieren.
Das ist, was ich an Sport hasse: Dir wird immer wieder gezeigt, wie schlecht du bist. Denn, bevor wir zum Beispiel Fußballspielen, bestimmen zwei Schüler die Spieler für ihre Mannschaft – und ich werde jedes Mal als Letzter aufgerufen. Daran habe ich mich mittlerweile aber schon gewöhnt. Ich hoffe jedenfalls, dass ihr bessere Erfahrungen mit dem Fach Sport gemacht habt als ich.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 30, 2018
Autor: Tobias
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Jan 30, 2018

Schülerleben live

In der Berufsberatung

In der Schule haben wir schon viel über verschiedene Berufe erfahren. So gab es voriges Schuljahr mehrere Tests, um herauszufinden, was man später einmal werden möchte. Darüber hinaus fand auch noch ein zweitägiges Seminar zu diesem Thema statt. Nach diesen Veranstaltungen hatten immer mehr meiner Mitschüler konkrete Vorstellungen über ihre beruflichen Pläne. Nun hat unsere Schule im jetzigen Schuljahr noch einen weiteren Infotag bei der Agentur für Arbeit in Ulm organisiert. Für diesen Tag wurden alle Schüler vom Unterricht befreit.
Die Anfahrt mit dem Bus in die knapp eine Stunde entfernte Stadt gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht: Nachdem ein anderes Auto unserem Bus leicht in die Seite hineingefahren ist, sollten wir über eine Stunde auf dem Seitenstreifen auf die Polizei warten. Zum Glück wurden wir aber nach einer halben Stunde von zwei Ersatzbussen abgeholt und zur Agentur für Arbeit Ulm gebracht. Dort fanden in verschiedenen Räumen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Studienrichtungen wie Medizin, Naturwissenschaften, Journalismus oder Sprachen statt.
Für letztere beiden interessierte ich mich besonders, von über 100 Schülern wollten allerdings nur drei (darunter ich) mehr über Sprachen erfahren. Der Berufsberater zeigte uns Stundenpläne entsprechender Studienfächern und beantwortete Fragen. Da ich einzelne Begriffe auf dem Stundenplan von Romanistik, etwa Semantik oder Phonetik, nicht verstand, hakte ich nach. Die Semantik beschäftigt sich mit dem Satzbau, Worten und Satzzeichen, während die Phonetik die Aussprache aus sprachwissenschaftlicher, aber auch biologischer und medizinischer Sicht betrachtet.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 24, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Jan 24, 2018

Schülerleben live

Pflichtlektüre

Eigentlich mag ich das Fach Deutsch in der Schule, doch beim Lesen der letzten von drei Pflichtlektüren, „Dantons Tod“, ist mir der Spaß vergangen. Dieses Drama von Georg Büchner ist als Theaterstück geschrieben worden und zeichnet sich durch viele rhetorische Figuren wie Metaphern oder Hyperbeln (Übertreibungen) aus. Das gefällt besonders unserem Deutschlehrer, da diese die Thematik des Dramas, die Französische Revolution, gut beschreiben können. Mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Schülern macht es aber keinen Spaß, ein Buch zu lesen, in dem man die Hälfte oder weniger nicht versteht.
Verzweifelt versuche ich mich mit der Lektürehilfe durchzukämpfen, was bei den vorigen Pflichtlektüren bisher gut funktioniert hatte. Doch nun ist selbst die Zusammenfassung der Handlung in der Lektürehilfe fast länger als der Originaltext. Und diese ist immer noch voll mit Fachwörtern, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Gefühlt zum hundertsten Mal lese ich mir den gleichen Satz durch und verstehe ihn immer noch nicht. Ich langweile mich immer mehr beim Lesen des „spannenden“ Buches, wie unser Lehrer behauptete, und versuche, beim Lesen nicht einzuschlafen.
Nach einer Weile komme ich auf die Idee, nach dem Buch zu googeln und bin froh, dass es augenscheinlich auch andere Leute mit diesem Buch überfordert sind. Auf YouTube schaue ich mir einen zehnminütigen Film mit Playmobilfiguren an, der die Handlung des Buches erklärt. Durch diese stark komprimierte Form wird mein Interesse zumindest ein bisschen geweckt. Danach lese ich noch weitere Zusammenfassungen im Internet, die zwar um einiges kürzer, aber verständlicher als die Lektürehilfe sind.
Mittlerweile habe ich es doch noch geschafft, meine letzte Pflichtlektüre in Deutsch zu lesen. Doch vor dem Abitur im Frühling sollte ich alle drei Bücher nochmal lesen, weil ich sie bis dahin schon wieder vergessen habe. Ich freue mich schon riesig …

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 11, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Jan 11, 2018