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Schülerleben live

Was man bedenken muss

Es ist nicht immer einfach, eine große Reise mit Pferden zu planen. Dabei ist die Suche nach Möglichkeiten, diese zu finanzieren, wahrscheinlich die größte Hürde.
Vor einer Woche war ich in Leipzig, um mich für einen Job vorzustellen. Was dabei rausgekommen ist, weiß ich leider noch nicht. Hier in der Nähe gibt es viele Unternehmen, die Ferienjobs anbieten, doch leider gibt es noch viel mehr Schüler, die einen Ferienjob suchen. Mein Plan ist es, zuerst auf Nachricht des Leipziger Unternehmens zu warten und dann gegebenenfalls nach weiteren Stellen in der Umgebung zu suchen. Doch mit jeder verstrichenen Woche rücken die Ferien näher und danach bleibt mir weniger als ein Jahr Zeit, um die Planungen abzuschließen.
Die unterschiedlichen Meinungen von Bekannten, Freunden und Verwandten erleichtern die Umsetzung dieser Reise auch nicht gerade. Vor allem im Kreis der Verwandten werden mir gerne Steine und Felsblöcke aufgezeigt, die auf unserem Weg liegen oder liegen könnten. Für die Steine habe ich Lösungen im Kopf, doch die Felsblöcke bleiben nach wie vor liegen.
Denn selbst wenn ich es schaffen sollte, mir ein eigenes Pferd zu leisten, weiß ich nicht, wie es mit diesem nach der Reise weitergehen soll. Das ist ein Punkt, der vorher unbedingt klar sein muss, schließlich handelt es sich um ein Lebewesen. Das Pferd danach zu verkaufen, fände ich treulos und falsch. Doch wenn ich es behalte, sind meine Wege künftig stark eingeschränkt. Ich brauche viel Geld, um ein Pferd zu unterhalten, doch während des Studiums kann ich dieses nicht auftreiben. Selbst wenn ich stattdessen eine Ausbildung mache und Gehalt bekomme, würde es knapp werden.
Erst wenn es für diesen großen Felsblock eine Lösung gibt, kann ich den nächsten angehen: den Pferdekauf. Doch wenn ich beide Probleme beseitigt habe, ist der Weg für ein wundervolles Jahr frei. Und kein Wort gegen die Reise – sei es von Fremden oder von der Familie – könnte ihn wieder versperren.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  May 30, 2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
May 30, 2018

Schülerleben live

Der Countdown läuft ...

… bis die Schule endlich vorbei ist. So ist die derzeitige Stimmung unter uns Schülern. Und nicht nur wir, auch viele Lehrer haben immer weniger Lust, nach dem schriftlichen Abitur Unterricht zu machen. Irgendwie versuchen wir alle, die letzte Zeit bis zum Abschlussball Anfang Juli totzuschlagen.
Doch manche Lehrer scheinen uns die letzte Schulzeit noch vermiesen zu wollen, zum Beispiel unser Sportlehrer. Er wollte die Stunde, die wegen des schriftlichen Abiturs ausgefallen war, unbedingt nachholen. Doch in besagter Stunde waren von ungefähr 20 Schülern gerade einmal drei da. Seine neue Forderung: Nun müsste zusätzlich diese Doppelstunde in Form von zwei Nachmittagen mit drei Stunden Sport non-stop abgehalten werden. Als ich das erfuhr, dachte ich im ersten Moment an einen schlechten Scherz. In meiner ganzen Schulzeit wurde noch nie eine Stunde nachgeholt – und jetzt ausgerechnet in meinem Hassfach Sport!
Vorige Woche also sollten wir die drei Stunden Sport haben. Doch nach knapp zweieinhalb Stunden beendete sie unser Lehrer plötzlich: Wir würden uns seiner Meinung nach schlimmer als Fünftklässler verhalten und dafür sei ihm seine Zeit zu schade – letzterer Äußerung konnten wir durchaus zustimmen … Ich finde das Verhalten unseres Lehrers übertrieben und unverhältnismäßig, da es sich bei Sport um ein Nebenfach handelt. Außerdem kann man es sowieso aus seinem Zeugnis rausstreichen, die Noten zählen dadurch nicht in den Abischnitt.
Die gute Nachricht aber zum Schluss: Ab jetzt kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich noch Sportunterricht in meiner Schullaufbahn haben werde!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  May 30, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
May 30, 2018

Schülerleben live

Nach dem Abi ...

… ist (fast) wie vor dem Abi, habe ich nun festgestellt. Ich hatte eigentlich gedacht, sobald alle schriftlichen Abiturprüfungen geschrieben sind, wird es viel entspannter in der Schule. Doch dem ist leider nicht so.
In der Woche nach dem Mathe-Abitur musste ich beinahe direkt weiterlernen auf eine Physik-Klausur. Die Vorbereitung darauf stellte sich fast als schwieriger als die Abiturvorbereitung heraus, weil niemand die Themen im Physikunterricht verstanden hatte. Irgendwie habe ich den Stoff doch noch in meinen Kopf bekommen, unter anderem mithilfe vieler Erklär-Videos auf YouTube.
Außerdem sprechen die meisten Lehrer zurzeit nur noch über das mündliche Abitur und wie eine solche Prüfung in ihrem Fach ablaufen würde. So denke ich dauernd darüber nach, ob meine Leistung im Abitur gut genug war oder ob eine Zusatzprüfung erforderlich sein könnte. Übrigens hatten wir gleich am Tag nach der Mathe-Abiturprüfung wieder Unterricht – die Motivation war natürlich kaum zu unterbieten. Doch die Lehrer wussten sich zu helfen: Sie motivierten uns mit der sanften Drohung, dass genau dieses neue Thema des Unterrichts für eine eventuelle mündliche Zusatzprüfung im Juli wichtig sein könnte. Dabei werden vermutlich die Wenigsten eine solche Prüfung freiwillig machen, außer es geht um das Bestehen des Abiturs. Ich werde hoffentlich verschont bleiben, da ich keine Lust habe, kurz vor dem Abiball noch mal den ganzen Stoff von zwei Schuljahren innerhalb einer Woche zu lernen.
In Englisch und Französisch üben wir gerade für die im Juni anstehenden Kommunikationsprüfungen. Ein Teil dieser Prüfung ist ein fünfminütiger Dialog, in dem man ein Bild oder eine Karikatur ausführlich beschreiben muss. Davor haben wir 15 Minuten Zeit zur Vorbereitung und zum Notizenmachen. Nun musste ich vor der ganzen Klasse in Französisch probeweise diese fünf Minuten lang sprechen – und leider klappte das gar nicht gut. Schon nach drei Minuten wusste ich nicht mehr, was ich sagen kann, und wiederholte mich ständig. Positiv gesehen: Schlimmer kann’s bei der Prüfung auch nicht mehr laufen!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  May 23, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
May 23, 2018