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Schülerleben live

Ein Berg ist besiegt

Gegen Ende der elften Klasse hatte ich große Probleme, alle schulischen und außer-schulischen Pflichten zu erfüllen. Das lag vor allem daran, dass ich etwa zweimal die Woche nach dem Unterricht noch Fahrschule hatte. Da ich meine Hobbys dennoch nicht vernachlässigen wollte, waren diese Wochen sehr stressig.
Doch seit zwei Wochen – pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres – bin ich den Zeitfresser Fahrschule los. Jetzt muss ich nicht mehr zu den Fahrstunden und kann statt mit dem Bus mit meinem Moped oder mit dem Auto zur Schule fahren. Das spart also gleich doppelt Zeit. Da ich erst 17 Jahre alt bin, darf ich zwar nur mit einer Begleitperson Auto fahren, dennoch war es eine gute Entscheidung, bereits in der elften Klasse den Führerschein zu machen. Den zusätzlichen Stress kann ich im letzten Schuljahr wirklich nicht gebrauchen.
Die Fahrschule war ohnehin nicht nur ein Stressfaktor, weil sie so viel Zeit in Anspruch genommen hat. Ich habe mich nicht immer gut angestellt und oft Fehler gemacht, die nicht hätten passieren müssen. Mir fiel es schwer, mich zu konzentrieren, wenn ich nach acht Stunden Schule noch Auto fahren sollte. Es gab Zeiten, in denen ich am liebsten alles aufgegeben hätte. Umso schöner ist, dass ich alles geschafft habe und damit nicht nur alles, was mich belastet hat, losgeworden bin, sondern auch noch etwas gewonnen habe – nämlich Selbstständigkeit. Ich habe einen großen Schritt Richtung Erwachsenwerden gemacht. Die nächsten Hürden sollen ruhig kommen, denn wie man so schön sagt: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 7, 2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Sep 7, 2018

Schülerleben live

Los geht's!

Das letzte Schuljahr hat begonnen. Das dieses anstrengend wird, zeichnete sich bereits am ersten Tag ab, da alle Klassen eine Stunde früher nach Hause gehen durften als wir. Auch die entspannte Erzählrunde, für die wir nach den Ferien immer etwas Zeit hatten, fiel weg. Nach sämtlichen Begrüßungsfeiern und Reden wurden wie immer die Stundenpläne, Schulordnungen und so weiter ausgehändigt. die Bücherausgabe konnten wir uns sparen, da fast alle Bücher aus der elften Klasse auch dieses Jahr noch verwendet werden. Der Grund, warum wir länger in der Schule bleiben mussten als in den Jahren davor, ist kein anderer als das Abitur. Leider reicht es nicht, die Prüfungen zu bestehen und viele Punkte zu sammeln. Wenn wir alles geschafft haben, soll schließlich noch gefeiert werden und all das muss so zeitig wie möglich vorbereitet werden. Wir haben uns zuerst mit der Parallelklasse zusammengeschlossen, um uns dann in vier Gruppen aufzuteilen. Es gibt zum Beispiel eine Gruppe für die Abizeitung, in der ich mitmache.
Als Erstes müssen wir Bilder sammeln und Artikel schreiben und bald ein Angebot bei einer Druckerei einholen, um festzulegen, wie viele Seiten wir zur Verfügung haben und wie teuer das alles wird. Die Preise geben wir dann an die Finanzgruppe weiter, die zusammenrechnen wird, wie viel Geld wir brauchen und sich Gedanken darum macht, wie wir dieses Geld verdienen. Trotz der einzelnen Gruppen müssen wir natürlich zusammenarbeiten. Jeder muss etwas zur Abizeitung beitragen und genauso muss auch jeder dabei helfen, Geld zu verdienen.
Neben den Klausuren und Prüfungen steht also auch die Abi-Planung auf meinem Programm und – schon jetzt zähle ich die Wochen bis zu den Herbstferien, wenn ich wieder ausschlafen kann.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 17, 2018

Schülerleben live

Das sind Ferien

Dass meine Ferienpläne auf den Kopf gestellt wurden, stört mich nicht mehr. Im Gegenteil, ich habe nun sogar Zeit, den Sommer zu genießen. Ich bin spontan für eine Woche mit dem Zug an die Ostsee gefahren, da meine Eltern dort ihren Urlaub verbrachten. Es tat mir gut, raus aus dem Alltag zu kommen. Und trotz alledem war ich in einer vertrauten Umgebung, in der ich mich zu Hause fühlen konnte, da dieser Ort schon seit unzähligen Jahren das Urlaubsziel meiner Familie ist. Ich konnte in den Tag hineinleben, baden gehen und Rad fahren, ohne einen Gedanken an die Schule und andere Verpflichtungen zu verschwenden. Dieses Gefühl konnte ich auch zu Hause beibehalten. Die Gedanken an das, was ich noch erledigen muss, haben sich zwar wieder eingeschlichen, doch ich konnte sie verdrängen. Jetzt fängt schon bald die letzte Ferienwoche an – wie immer sind die sechs Wochen wie im Flug vergangen, ohne dass ich etwas wirklich Produktives getan habe. Meine Aufgaben werden auch noch die nächsten Tage unberührt im Zimmer liegen, da ich mit einer Freundin nach Österreich fahre. Nach diesen Ferien werden sich unsere Wege trennen, da sie umzieht, um ihrem Berufswunsch nachzugehen und ich hier noch ein Jahr Schule vor mir habe. Deshalb möchten wir noch einmal Zeit miteinander verbringen. Leider gibt es für mich wenn ich wiederkomme keine Ausrede mehr, die mir erlaubt die Aufgaben für die Schule zu vergessen. Doch bis dahin hatte ich richtig tolle, wenn auch faule, Sommerferien. 

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 9, 2018