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Schülerleben live

Schulstress

Vor den Weihnachtsferien hatten wir eine lange und anstrengende Klausurenphase mit ein bis drei Prüfungen pro Woche. Als wäre das nicht genug, hatten sich gleich mehrere Lehrer gedacht, wie schülerfreundlich es doch wäre, die sonstigen Noten nicht durch eine Leistungskontrolle zu bekommen, sondern durch Hausarbeiten und 60-minütige Vorträge. Natürlich bieten Vorträge oder Hausarbeiten immer eine Chance, eine gute Note zu bekommen und besser abzuschneiden als in einer Leistungskontrolle, aber wenn man gleich mehrere solche Projekte bearbeiten muss, kann das leicht nach hinten losgehen. Wenn man tatsächlich eine gute Note auf einen größeren Vortrag oder eine Hausarbeit bekommen möchte, muss man sich auch Zeit dafür nehmen. Das Problem ist, dass Zeit in unserem Alltag immer wertvoller wird und wir alle zu wenig davon haben. Wenn man um acht Uhr morgens bis 15 Uhr in der Schule sitzt und sich konzentrieren muss, dann hat man zu Hause keine Lust mehr, herausragende Präsentationen zu erstellen. Erst recht nicht, wenn die Stimme im Hinterkopf dauerhaft ankündigt, dass morgen noch eine wichtige Klausur geschrieben wird und man noch nicht gelernt hat.
In der Schule halten uns die Lehrer immer wieder vor, dass wir freiwillig hier sind. Das stimmt natürlich, wir hätten alle nach der zehnten Klasse gehen und eine Ausbildung beginnen können. Aber ich habe mich wie viele andere dagegen entschieden und bin deshalb selbst dafür verantwortlich, dass ich meine Nachmittage jetzt oft am Schreibtisch verbringe. Manchmal wäre es trotzdem schön, ein bisschen weniger Stress zu haben und dafür mehr Zeit für Freunde und Familie oder ein gutes Buch.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 7, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Jan 7, 2019

Schülerleben live

Weihnachtszeit

Man merkt jetzt deutlich, dass es auf Weihnachten zugeht. Die Klausurenphase ist vorüber. Einige Lehrer haben sogar schon die Zeugnisnoten ausgerechnet. Nach langer Zeit habe ich an den Nachmittagen und Wochenenden endlich wieder mehr Zeit für meine Freunde, meine Familie und mein Pflegepferd. Kürzlich war ich mit meiner Familie auf dem Weihnachtsmarkt in Erfurt, da mein Bruder dort wohnt. Wir hatten einen sehr schönen Nachmittag miteinander. Am Wochenende ging es gleich nochmal auf den Weihnachtsmarkt, diesmal aber in Leipzig und mit meiner besten Freundin. Schließlich wurde es Zeit, alle Weihnachtsgeschenke zusammenzusuchen. Da wir am frühen Nachmittag losfahren wollten, war ich schon sehr früh beim Pferd. Es ist immer wieder komisch, dass ich kein Problem damit habe, am Samstag früh aufzustehen, um zum Pferd zu fahren, während ich mich unter der Woche jeden Morgen aus dem Bett quäle. Ich finde, es gibt kaum etwas Besseres als am Samstag bei Sonnenaufgang mit einem tollen Pferd über die Wiesen zu reiten – wie in einem kitschigen Film.
Danach war ich auch gleich motivierter, die Schulaufgaben zu erledigen. In Französisch müssen wir einen Comic zeichnen, was eine ziemlich lustige Aufgabe ist, aber auch eine sehr aufwendige. Ich wundere mich jedes Mal, wie schnell die Zeit vergeht. Schon im Januar sind die Vorprüfungen und dann dauert es nicht mehr lange bis zum Abitur. Das wird sicherlich keine leichte Zeit, aber da muss man eben durch. Im Moment jedenfalls kann ich mich auf Weihnachten konzentrieren und auf die Ferien freuen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 20, 2018

Schülerleben live

Die ersten Etappen

Endlich haben wir die Zeit gefunden, uns mit unserem Work & Travel-Jahr auseinanderzusetzen und mit der Planung der Reiseroute zu beginnen. Zuerst haben wir den Zeitraum gewählt. Anfang Juli nach den Abschlussfeiern und Zeugnisausgaben soll es losgehen. Rechtzeitig vor den ersten Bewerbungsfristen für Studien- und Ausbildungsplätze im April wollen wir wieder zu Hause sein. Das bedeutet, dass uns ungefähr 216 Tage zur Verfügung stehen. Etwa die Hälfte der Zeit wollen wir wandern, die andere Hälfte arbeiten.
Als nächstes haben wir die Gesamtstrecke festgelegt, die von unserem Wohnort bis nach Hirtshals geht, einer Hafenstadt im Norden Dänemarks. Bis dahin wollen wir kommen. Falls wir dann noch Zeit haben, könnten wir mit der Fähre nach Norwegen übersetzen und dort im südlichen Bereich wandern und arbeiten.
Anschließend haben wir ausgerechnet, wie viele Kilometer wir am Tag beziehungsweise in einer Woche laufen müssen. Um schnell voranzukommen, wollen wir jeweils eine Woche am Stück laufen und eine arbeiten. Um die Route im Detail zu planen, haben wir Google Maps genutzt. Dabei haben wir immer einen Ort gewählt, den wir innerhalb einer Woche erreichen können, und dort nach landwirtschaftlichen Betrieben gesucht. Die Namen und Orte der Betriebe haben wir in Screenshots festgehalten und in unser Word-Dokument eingefügt, wo für jede Etappe die Reiseroute mit Kilometerzahl und möglichen Arbeitgebern aufgelistet ist. Damit haben wir schon einiges geschafft. Im nächsten Schritt werden wir bei den Betrieben anfragen, ob wir bei ihnen arbeiten dürfen. Bei denen, die wir in der Erntezeit erreichen, mache ich mir keine Sorgen, die werden ein paar helfende Hände bestimmt gebrauchen können.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 20, 2018