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Schülerleben live

Schulstress

Autor:
Laura

Rubrik:
orientieren

07.01.2019

Vor den Weihnachtsferien hatten wir eine lange und anstrengende Klausurenphase mit ein bis drei Prüfungen pro Woche. Als wäre das nicht genug, hatten sich gleich mehrere Lehrer gedacht, wie schülerfreundlich es doch wäre, die sonstigen Noten nicht durch eine Leistungskontrolle zu bekommen, sondern durch Hausarbeiten und 60-minütige Vorträge. Natürlich bieten Vorträge oder Hausarbeiten immer eine Chance, eine gute Note zu bekommen und besser abzuschneiden als in einer Leistungskontrolle, aber wenn man gleich mehrere solche Projekte bearbeiten muss, kann das leicht nach hinten losgehen. Wenn man tatsächlich eine gute Note auf einen größeren Vortrag oder eine Hausarbeit bekommen möchte, muss man sich auch Zeit dafür nehmen. Das Problem ist, dass Zeit in unserem Alltag immer wertvoller wird und wir alle zu wenig davon haben. Wenn man um acht Uhr morgens bis 15 Uhr in der Schule sitzt und sich konzentrieren muss, dann hat man zu Hause keine Lust mehr, herausragende Präsentationen zu erstellen. Erst recht nicht, wenn die Stimme im Hinterkopf dauerhaft ankündigt, dass morgen noch eine wichtige Klausur geschrieben wird und man noch nicht gelernt hat.
In der Schule halten uns die Lehrer immer wieder vor, dass wir freiwillig hier sind. Das stimmt natürlich, wir hätten alle nach der zehnten Klasse gehen und eine Ausbildung beginnen können. Aber ich habe mich wie viele andere dagegen entschieden und bin deshalb selbst dafür verantwortlich, dass ich meine Nachmittage jetzt oft am Schreibtisch verbringe. Manchmal wäre es trotzdem schön, ein bisschen weniger Stress zu haben und dafür mehr Zeit für Freunde und Familie oder ein gutes Buch.

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