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Schülerleben live

Fliegender Wechsel

Autor:
Laura

Rubrik:
orientieren

14.08.2019

Bestimmt ist jeder schon mal in einem Hafen gewesen und hat das ein oder andere Boot bewundert. Doch wie oft hat man schon die Gelegenheit, eine Woche lang auf so einem Boot zu wohnen, durch das Wattenmeer zu fahren und jeden Abend einen anderen Hafen zu sehen? Ich hatte dieses Jahr die Möglichkeit dazu und natürlich habe ich diese genutzt. In meiner Gegend veranstaltet die Kirchengemeinde aller zwei Jahre eine sogenannte Segelrüstzeit. Meine beste Freundin und ich haben uns durch eine ähnliche, wenn auch weniger aufregende Rüstzeit kennengelernt und da sich unsere Wege nach diesem Sommer trennen werden, beschlossen wir, an dieser Fahrt teilzunehmen. Es war eine wirklich schöne und ereignisreiche Woche. Wir waren 35 Personen und uns graute ein wenig davor, mit so vielen Menschen auf so wenig Raum zu wohnen. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass das Segelboot von innen größer war als es von außen aussah. Auch wenn wir nicht die gesamte Woche über gutes Segelwetter hatten, erlebten wir ein paar unvergessliche Dinge. Wir ließen uns zum Beispiel einmal im Watt trockenfallen. Das bedeutet, wir setzten an einer flachen Stelle im Wasser auf und lagen durch den sinkenden Wasserstand später auf dem trockenen Meeresgrund – bis die Flut uns wieder einfing. An einem Tag schipperten wir eine besonders weite Strecke, sodass wir während der Fahrt einen Sonnenuntergang erleben konnten, während weit und breit kein Land in Sicht war. Wir konnten auch einen wunderschönen Sternhimmel beobachten, während wir an Deck schliefen.
Die Rückfahrt war für mich am anstrengendsten, da wir erst um zwei Uhr nachts am Zielhafen ankamen. Damit war die Reise für mich jedoch noch lange nicht zu Ende. Schließlich musste ich noch mit dem Auto nach Hause fahren. Endlich angekommen hieß es nicht „Ab ins Bett!“ sondern „Ab in den Urlaub!“. Ich beeilte mich, all meine Sachen umzupacken, sodass ich etwa eine Stunde später erneut in einem Auto saß, diesmal auf dem Weg zur Ostsee. Doch nun bin ich hier und habe drei Wochen Zeit zum Entspannen, Lesen und Radfahren.

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