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Schülerleben live

Klausurenphase

Seit wenigen Wochen hat die zweite Klausurenphase in diesem Halbjahr angefangen. Da ich jetzt in der Q1 bin und ab jetzt alle meine Klausuren mit in meine Abiturnote zählen, mache ich mir auch ein bisschen mehr Stress als in dem Jahr davor. Meine Philosophie-Leistungskursklausur lief zum Glück ganz gut und ich bin unheimlich erleichtert, dass ich wenigstens mit meinen Philosophie-Klausuren fertig bin. Dahingegen lief meine Deutsch-Klausur nicht wirklich optimal. Das kann einen dann auch mal ganz schön runterziehen, da ich weder mit dem Klausurtext, noch mit den Aufgaben wirklich gut zurechtgekommen bin. Zum Glück war ich nicht die einzige in meiner Stufe und viele andere empfanden die Klausur auch als schwer. Jetzt muss ich wohl warten, bis ich sie zurückbekomme und hoffen, dass das Ergebnis vielleicht doch besser wird, als ich jetzt erwarte. Zudem habe ich letzte Woche noch Latein geschrieben. Momentan übersetzen wir Texte von Livius, die es teilweise ganz schön in sich haben. Deswegen bin ich mit nicht so großen Erwartungen in die Klausur gegangen. Mit dem Text hatte ich ein paar Probleme, aber ich denke, es hätte deutlich schlimmer sein können, weswegen ich eigentlich doch ganz zufrieden bin. Jetzt bin ich nur gespannt auf das Ergebnis. Nächste Woche, also die letzte Woche vor den Weihnachtsferien, schreibe ich dann noch meine Englisch- und Pädagogik-Klausur. Beide Fächer mag ich ziemlich gerne, weswegen das Lernen dazu ganz angenehm ist. In Englisch geht es momentan um das Land und die Kultur von Nigeria. Wir lesen verschiedene Kurzgeschichten, die einen das Leben in Nigeria näherbringen sollen. In unserer Klausur bekommen wir dann eine solche Kurzgeschichte und müssen diese zusammenfassen, einen Charakter analysieren, einen Kommentar oder eine andere kreative Aufgabe schreiben und einen deutschen Text ins Englische übersetzten. Englisch-Klausuren sind eigentlich immer ziemlich ähnlich aufgebaut und es kommt vor allem auf das Sprachliche an. Trotzdem muss man für Englisch glücklicherweise nicht so viel lernen wie zum Beispiel für Pädagogik. Leider stempeln viele Pädagogik immer als ein reines Laberfach ab, aber das ist definitiv nicht der Fall. Pädagogik ist wesentlich komplexer als auch ich es erwartet hatte. Im Unterricht behandeln wir momentan Siegmund Freud und seine Theorie der psycho-sexuellen Entwicklung. Das heißt für die Klausur muss ich Freuds Grundannahmen und die Entwicklung des Menschen, eingeteilt in drei Phasen beherrschen. Da Pädagogik aber zu meinen Lieblingsfächern zählt, lerne ich für diese Klausur eigentlich relativ gerne. Nach den Ferien schreibe ich noch Mathe und Italienisch und dann bin ich endlich durch mit den Klausuren für dieses Halbjahr. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf die Weihnachtsferien.

Autor: Clara  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 20, 2019
Autor: Clara
Rubrik: orientieren
Dec 20, 2019

Schülerleben live

Was nicht passt, wird passend gemacht

Erst vor Kurzem begleitete ich eine Freundin zu einem Poetry-Slam-Wettbewerb. Wild entschlossen habe ich sie angefeuert und bejubelt und wieder einmal hat sie mich und auch den Rest des Publikums mit ihren Texten zum Nachdenken angeregt.
Ihre Poetry Slams begeistern mich jedes Mal aufs Neue, da sie auch immer wichtige Botschaften oder Gedanken beinhalten und nicht nur witzig, ausdrucksstark, kreativ und voller Leidenschaft und Überzeugung vorgetragen sind.
In ihrem Poetry Slam, den sie bei besagtem Wettbewerb vortrug, ging es um Vorurteile. Eigentlich ist es ein Thema, das allgemein bekannt ist und auch immer wieder angesprochen wird. Wenn man die Leute fragt, ob sie denn Vorurteile hätten, würden die meisten wohl sagen: „Nein, eigentlich nicht“. Uns werden von klein auf Werte wie Toleranz und Gleichberechtigung vermittelt. Wir lernen, dass jeder Mensch ein Individuum ist und sich dementsprechend auch frei entfalten sollte. Das steht ja auch in den Menschenrechten. Doch wir haben alle Vorurteile. Keiner will sie haben, aber jeder hat sie. Wir Menschen stecken uns zu gern in Schubladen und sind meist auch nicht gewillt, diese wieder zu öffnen. Kinder sind dabei manchmal die tolerantesten, aber manchmal auch die grausamsten Zeitgenossen. „Der sieht komisch aus, den mögen wir nicht“ oder „Der hat ein Handy, der ist cool“. Diese Kategorien verschwinden nicht mit der Zeit, sondern werden komplexer – die Merkmale differenzierter. Das Schubladendenken bleibt.
Ich dachte immer, es wäre nur an amerikanischen High Schools so, dass die Schüler streng in Kategorien eingeteilt werden, die ihren Status in der Schülerschaft bestimmen. So kennt man es zumindest aus Filmen und Büchern, was, wie ich leider zugeben muss, natürlich keine vertrauenswürdigen Quellen sind. Trotzdem habe ich bemerkt, dass auch an meiner Schule eingeteilt wird – und zwar gnadenlos, von Lehrern wie Schülern. Da gibt es die Sportler, die schief angesehen werden, wenn mal jemand schneller ist als sie. Die Genies, die immer als sonderbar abgestempelt werden. Die Einserschüler, die gleichzeitig auch Streber und Schleimer sein müssen und bei denen jeder Zweite einen gehässigen Spruch der Klassenkameraden nach sich zieht. Es gibt die Alternativlinge, die als kompromisslos in ihren Ansichten gelten. Die Dummschwätzer, denen irgendwann niemand mehr zuhört und die Durchschnittsschüler, bei denen jede gute Note als Zufall abgestempelt wird. Es gibt unzählige Kategorien, die sich manchmal auch überschneiden. Am Ende hat irgendwie fast jeder eine eigene Schublade. Ich habe es jedenfalls satt, dass die Leute mich zu kennen glauben, nachdem sie mich und meine Noten nur kurz angeschaut haben. Ich hoffe so sehr, dass wir dieses Schema – Schublade auf, Meinung rein, Schublade wieder zu – irgendwann durchbrechen können.

Schülerleben live

Jugendbegegnung - Teil 2

Im Sommer 2019 war es soweit: Wir flogen nach Schottland, um unsere Austauschschüler wiederzusehen. Mit dem Flugzeug ging es nach Edinburgh und von dort aus mit dem Bus nach Linlithgow, einer Kleinstadt in West Lothian. Dort kamen wir in den ersten Tagen der Woche in einer Jugendherberge unter. Dort warteten schon unsere schottischen Freunde auf uns und begrüßten uns überschwänglich. Anfangs war es wieder ein bisschen schwer, den schottischen Akzent zu verstehen und bis wir wieder miteinander vertraut waren.
Am Abend spazierten wir um einen nahegelegenen See und gingen bowlen. Am nächsten Tag wurden wir von dem Bürgermeister offiziell begrüßt und schauten uns die Stadt Livingston an. Eine ganz neue Erfahrung für uns war der sogenannte Scotch Hop. Das ist eine Tanzveranstaltung, die jedes Jahr in dem Zentrum stattfindet, in dem wir untergebracht waren. Dort wurden den ganzen Abend unterschiedliche, traditionelle schottische Tänze getanzt. Wir versuchten mitzuhalten, aber gegen die anderen kamen wir leider nicht an.
Ein persönliches Highlight war unser Tag am Strand. Mit Neoprenanzügen und Helmen ausgestattet, sind wir schwimmen gegangen und von kleinen Klippen gesprungen. Es war zwar ziemlich kalt, aber es hat sich gelohnt.
Einen Abend haben wir in der Altstadt von Edinburgh verbracht, die wirklich wunderschön ist. Vor allem bei Nacht war ich von den alten, geheimnisvollen Gebäuden fasziniert. An dem Abend haben wir auch eine Geistertour durch die Katakomben von Edinburgh gemacht, bei der uns eine mittelalterlich gekleidete Frau Geschichten von Hexenzirkeln erzählte. Danach war ich ziemlich erleichtert, dass ich dort nicht alleine war, denn die Geschichten waren schon ziemlich gruselig.
Die letzten drei Tage sind wir mit dem Bus etwas weiter in die Highlands zu dem PGL Dalguise Adventure Center gefahren, das Gruppenaktivitäten in der Natur anbietet. Dort sind wird durch einen Fluss gewandert, was eine ganz schön nasse und kalte Angelegenheit war, Kanu gefahren und haben ein Überlebenstraining absolviert. Das Programm war zwar ziemlich voll, aber es war auch witzig.
An unserem letzten Tag mussten wir uns leider am Flughafen ohne Aussicht auf ein weiteres Wiedersehen voneinander verabschieden. Aber wer weiß, vielleicht sieht man sich ja doch nochmal wieder.

Autor: Clara  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 11, 2019
Autor: Clara
Rubrik: orientieren
Dec 11, 2019