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Herbstmelancholie

Autor:
Lina

Rubrik:
orientieren

26.10.2020

Die Tage werden kürzer und die Blätter bunt – der Herbst ist da!
Für viele ein Grund zum Feiern, denn so wie ich es gut am Beispiel meines Freundeskreises erkennen kann, ist der Herbst bei vielen die beliebteste Jahreszeit. Und so sehe ich täglich Leute mit ihrem „Pumpkin-Spice“-Kaffee und einem Lächeln im Gesicht durch die herabgefallenen Blätter laufen. Ich hingegen sitze schlechtgelaunt mit Vitamin D-Mangel wegen dem fehlenden Sonnenlicht in meinem Zimmer, graue mich vor der Handschuh-trage-Zeit und wünsche mir sehnlichst den Sommer zurück.
Gestern habe ich jedoch eine Podcast-Folge gehört, die meine Sicht auf den Herbst ein wenig verändert und mein Trübsal ein bisschen gelüftet hat. Die Folge hieß „Wie uns die Melancholie durch den Herbst hilft“ und da ich für jede Hilfe, durch den Hebst zu kommen, dankbar bin, habe ich sofort auf den Play-Button gedrückt – und eine gute Viertelstunde lang einfach zugehört. Was mich besonders an der Folge angesprochen hat, war, dass die beiden Podcast-Hosts gar nicht versucht haben, mir den Herbst mit seinen Nieselwetter und grauen Himmel schönzureden. Stattdessen vertraten sie die Meinung, dass es durchaus hilfreich sei, die Herbstmelancholie zuzulassen – die Melancholie mit ihrer Mischung aus Trauer, Sehnsucht und Sanftheit. Die Sanftheit lässt uns zur Ruhe bringen und gibt uns ein wenig Zeit für uns selbst. Und die Trauer und die Sehnsucht… naja, zumindest machen sie deutlich, dass nach dem Winter der Frühling kommt; und den könnten wir schließlich gar nicht richtig wertschätzen, wenn es davor nicht ein paar graue Wintermonate geben würde.
Durch die Podcast-Folge angeregt, habe ich mich heute dazu entschieden, dem Herbst etwas fröhlicher entgegen zu blicken und habe versucht, ein paar schöne Dinge zu unternehmen, die alle etwas mit dem Herbst zu tun haben. Und tatsächlich habe ich heute einen relativ schönen Herbsttag verbracht: Ich habe eine Gemüsequiche mit Kürbis gebacken, bin mit dicker Winterjacke spazieren gegangen und werde nun noch etwas gemütlich im Bett lesen. Der Herbst wird wohl nie meine Lieblingsjahreszeit werden; aber ich muss doch nach einiger Reflektion zugeben, dass ich mit genügend Tee, Vitamin D-Tabletten und einer Rotlichtlampe ausgestattet, den Herbst wohl doch recht gut überstehen werde.

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