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Studieren im Ausland

Mein letzter Tag in Málaga

Autor:
Enne

Rubrik:
orientieren

06.04.2020

Nun war es also soweit. Der Tag, den ich manchmal herbeigewünscht und dabei immer wieder gefürchtet hatte, war gekommen. Der finale Tag. Die letzte Woche in Málaga verbrachte ich mit lieben Freundinnen, die mich aus Deutschland besuchten. Wir hatten viele Pläne, bekamen jedoch alle gleich am Anfang eine Erkältung und mussten die Tage ruhiger angehen als gedacht. Nebenbei versuchte ich langsam, meine Sachen zu ordnen, auszusortieren, was ich nicht brauchte und meinen Koffer zu packen. Ich genoss vor allem die Nähe zum Meer nochmal intensiv, legte mich an den Strand und lauschte den Wellen. Am Tag vor meiner Abreise verabschiedete ich mich dann von meinem Besuch. Am wirklich letzten Tag war der Stress dann groß, ich musste meine Boardkarte noch ausdrucken, ein wenig Verpflegung für den Flug besorgen, meinen Koffer noch zu Ende packen und meine Mitbewohnerinnen wollten mit mir noch ein letztes Mal essen gehen. Wir gingen in ein Restaurant um die Ecke und nach dem Essen überreichten sie mir ein Fotobuch, das sie für mich gebastelt hatten. Sie hatten Bilder von der ganzen Zeit, die wir zusammen verbracht hatten, rausgesucht und eingeklebt, von Reisen, Erlebnissen, Partys. Ich war sehr gerührt, doch Tränen gab es erst, als ich ihnen zu Hause meine Abschiedsgeschenke überreichte. Wir lagen uns in den Armen und erinnerten uns an all die schönen Momente und auch an die Herausforderungen, die uns in den letzten Monaten miteinander verbunden hatten. Dabei vergaßen wir dann die Zeit, so dass es mit einem Flug schon etwas knapp wurde. Mit vereinten Kräften schlossen wir meine Gepäckstücke und quetschen das Fotobuch noch in die letzte Ecke. Sie alle begleiteten mich dann zum Flughafen. Es war ein bittersüßes Gefühl in mir bis zur endgültigen Verabschiedung. Ich war aufgeregt, wieder nach Hause zu fahren, aber mir wurde auch klar, was ich am meisten vermissen würde: meine neuen Freundinnen. Vor der Sicherheitskontrolle versprachen wir uns, Kontakt zu halten und uns bald wiederzusehen. Ich sah nochmal zurück, wir winkten uns zu und ich verschwand hinter einer Milchglastür, mit Tränen des Abschieds und der Vorfreude auf einen Neubeginn in den Augen.

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