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Studieren im Ausland

Music was my first love - aber die erste Liebe heiratet man ja meistens nicht

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

18.03.2011

Ein verlängertes Wochenende mit viel Musik. Am Freitag fing es schon nachmittags an: Equipment mit der Band aufbauen, Sound checken, nervös sein, spielen. Waren das die rund 30 Songs Wert?

Ich weiß ja nicht wie musikalisch ihr seid, aber ich habe im Kindergarten angefangen, Blockflöte zu spielen. Als einziger in einer Mädchengruppe. Nicht dass mir das geschadet hätte, aber irgendwann war mir das zu uncool. Es brauchte fast ein Jahrzehnt bis ich dann durch meine Kumpels zum Bass spielen kam. Das Ganze war natürlich mit großen Rockstarträumen verbunden. Wir coverten Green Day und hatten wirklich unseren Spaß. Damals dachte man beim Schreiben jeder Textzeile, dass Musik machen ja gar nicht so schwer sei und man durchaus Potential hat.

Mehr Einblick bekam ich dann durch meinen Basslehrer. „Wann merk man eigentlich, dass man Vollblutmusiker werden sollte?“, fragte ich ihn deswegen ganz fasziniert. „Wenn du jeden Morgen aufstehst, richtig Bock hast dein Instrument zu spielen, immer wieder neue Einfälle hast, nie damit aufhören kannst und es keine Sekunde gibt, in der du kein Bock dazu hast. Aber das ist wirklich nicht so leicht.“ 

Als Hobby-Musiker genießt man die Freiheit, einfach mal nicht zu spielen. Einfach zu sagen, ich hab kein Bock. Lieder zu schreiben ohne Angst oder Zeitdruck. Ohne den Speer eines Produzenten im Nacken: „Es geht um schwarze Zahlen, meine Freunde!“. Und deswegen wäre ich auch viel zu untalentiert, um Berufsmusiker zu werden. Aber die erste Liebe heiratet man ja sowieso meistens nicht, dachte ich mir da.

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