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USA

Mein Weg zum Visum (Teil 3): Der Termin

Heute war es soweit: Ich hatte meinen Termin bei der Amerikanischen Botschaft. Wie es gelaufen ist und ob mir mein Visum genehmigt wurde? Erst einmal muss ich erwähnen, dass es wirklich alles andere als easy war.

Vom Zeitpunkt des Betretens bis zum Verlassen der Botschaft hatte ich Herzklopfen und dieses komische Gefühl im Magen. Zunächst wurde ich durch die Sicherheitsschleuse geführt, bevor es dann hieß: Anstellen, warten, Unterlagen in eine vorgegebene Reihenfolge sortieren, vorzeigen, wieder anstellen, warten, Fingerabdrücke geben und wieder warten bis schließlich mein Name aufgerufen wurde. Erst jetzt folgte das eigentliche Interview.

Was musste ich also tun? Mein schönstes Lächeln auflegen und mein bestes Englisch zeigen! Auch wenn die Dame, die mich interviewte, sehr nett schien, befragte sie mich doch recht misstrauisch über meine Beziehung zu meiner Sponsorin. Warum sie mich sponsert und bei sich wohnen lässt, ob ich vor hätte, illegal zu arbeiten, warum meine Gastmutter keine Hilfe mehr bei der Kinderbetreuung braucht ... Nachdem ich alle Fragen brav aber mit fester und überzeugender Stimme beantwortete, sprach sie nun, nach einer mir endlos erscheinenden Pause, das aus, was ich hören wollte: "Visum genehmigt!" Juhu, ich konnte mein Glück kaum fassen.

Nun steht mir wirklich nichts mehr im Weg. Ich kann meinen Traum vom Studium in den USA wirklich wahr machen. Das heißt also: Deutschland, bereite dich auf deine neue Starjournalistin aus den Staaten vor. Wenn alles gut geht, werde ich mich bereits in einem Jahr nach Volontariatsstellen und Praktika erkundigen, um in zwei Jahren voll durchstarten zu können. Länger möchte ich Deutschland nicht mehr missen müssen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Sep 3, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Sep 3, 2009

USA

Die Angst, abgelehnt zu werden

Man darf mit einem Studentenvisum nicht arbeiten - es darf auch nicht der Verdacht bestehen -  und man muss nachweisen, dass man keinesfalls beabsichtigt, in den USA sesshaft zu werden. Genau diese beiden Bedingungen, um das Studentenvisum genehmigt zu bekommen, machen mir Angst!

Nein, ich werde während meiner zwei Jahre Studienzeit nicht arbeiten, aber wie soll ich das beweisen? Fakt ist nun einmal, dass mein Sponsor meine ehemalige Arbeitgeberin ist und das muss ich auch in einem der Visa-Formulare angeben. Natürlich liegt da die Vermutung nahe, ich würde irgendeine Gegenleistung zur Studienfinanzierung leisten. Wie kann ich beweisen, dass es nicht so ist? Da fällt mir wirklich nichts ein. Wenigstens habe ich ein Schriftstück, in dem meine Gastmutter genau dieses erklärt. Aber ob das ausreichen wird?

Nein, ich möchte mein Leben nicht in den USA verbringen! Ich halte mich immer noch über das Geschehen meiner Lieblingssoap auf dem Laufenden, lese die deutschen politischen Nachrichten und will an der Bundestagswahl teilnehmen. Soll ich dem Officer das so erklären? Etwas Witz hätte es schon, aber ich liebe mein Land nun einmal! Ich könnte nie woanders dauerhaft leben. Nein, dessen bin ich mir sicher. Denn obwohl ich Amerika sehr gerne habe, ist es nicht einfach, sein komplettes Denken und Handeln auf Englisch umzustellen. Ich träume nachts in deutscher Sprache und rede mit dem Hund auch nicht auf Englisch. Soll das für immer so sein? Nein, auf gar keinen Fall. Ich will auf die Straße gehen und wissen, dass ich mich mit jedem Fremden über alles unterhalten kann, ohne Angst haben zu müssen, dass ich sagen muss „Sorry, I am German, I don't know anything about that". Ich plane mit großer Freude mein Leben nach den zwei Jahren und lese sogar schon Job- beziehungsweise Volontariats- und Praktikumsangebote verschiedener Medienanstalten. Vielleicht sollte ich das genauso in Form eines Essays zusammenschreiben und mit zum Konsulat bringen. Ja, das wäre eine Idee.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 28, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 28, 2009

USA

Mein Weg zum Visum (Teil 2): Die Terminsuche

Dieses Onlinesystem der amerikanischen Botschaft ist wirklich richtig bequem, denn man kann sich in Ruhe einen Termin für den Interviewtag suchen. Wer sich nämlich ins System eingeloggt hat, bekommt Zugriff auf einen Kalender, in dem die jeweiligen Daten entweder rot oder grün erscheinen. Die Farbe Rot signalisiert „Keine freien Termine mehr verfügbar", Grün bedeutet demnach „Noch Termine frei".

Zum Glück war ich noch richtig früh dran, als ich mich nach freien Terminen umsah. In meinem Wunschzeitraum waren noch alle Daten grün. Folglich konnte ich mir den Tag frei auswählen. Der einzige Nachteil bestand darin, dass ich mir die Zeit nicht aussuchen konnte. Somit bekam ich zwar einen Termin an meinem Wunschtag, jedoch zu einer für mich sehr ungünstigen Zeit: 8 Uhr morgens! Warum ungünstig? Als Konsulat habe ich mir Berlin ausgesucht, denn ich liebe unsere deutsche Hauptstadt einfach. Doch wie komme ich am Interviewtag so früh nach Berlin?

Aber das Problem hat sich dann doch gelöst. Denn Patricia, meine beste Au-pair Freundin, ist Berlinerin! Ja, sie ist immer noch meine beste Au-pair Freundin, obwohl wir beide ironischerweise kaum Zeit in Amerika verbracht haben, denn nach nur wenigen Tagen verließ sie das Land und kehrte aus verschiedenen Gründen nach Deutschland zurück. Danach ist der Kontakt aber nicht abgebrochen. sondern wir tauschten fleißig E-Mails aus. Es ist schon komisch, durch unseren gemeinsamen Traum vom Au-pair-Dasein haben wir uns bereits lange vor unserer Abreise kennengelernt und sind auch danach viel mehr in Kontakt, als wir eigentlich in Amerika Zeit miteinander verbracht haben. Dabei sollte es unser Jahr werden.

Aber zurück zu meinem Termin: Patricia wohnt in Berlin, somit werde ich bei ihr ein paar Tage vor und nach meinem Visum-Termin verbringen. Ich freue mich schon riesig darauf, sie wiederzusehen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Aug 25, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Aug 25, 2009