interaktiv

USA

Abschied nehmen

Autor:
Katharina

Rubrik:
studium

11.09.2009

„Meine Koffer sind gepackt. Ein paar Minuten, bis ich geh', es tut mir jetzt schon weh!" Es gibt kein anderes Lied, das mich so sehr an meine Situation erinnert, wie „Amerika" von Nena. Andere, die sich am Flughafen voneinander verabschieden, sehen sich schon bald nach einem erholsamen Urlaub wieder. Und ich? Ich weiß noch nicht, wann ich meine Familie wiedersehen werde.

„Ihr guckt mich so traurig an und eure Augen fragen: ‚Wann bist du wieder da?'" Ich wünschte, ich könnte darauf eine Antwort geben. Doch jetzt bin ich kein Au-pair mehr, ich bin Studentin. Und als Studentin hat man allerhand zutun. Erst recht, wenn man ein indirektes „Doppelstudium" absolviert. Den Englischunterricht bekomme ich gratis dazu.

„... und es fällt mir gar nicht leicht. Doch ich denke fest an euch, es ist ja nur bis gleich." Ich hätte nie gedacht, dass Abschied nehmen so schwer sein kann. Doch andererseits: Mein Au-pair-Jahr ging so schnell herum, sage ich mir, da wird sich mein Studium auch nicht wie eine Ewigkeit anfühlen. Hoffe ich jedenfalls.

„Ich pack' das Bild von euch ein. Es soll bei mir sein, bis wir uns wiedersehn" Es ist einfach so schwer, sein Ticket ganz allein abzugeben und durch die Sicherheitskontrolle zu gehen. Alle anderen bleiben zurück. Wer weiß, was sich alles verändert hat, wenn ich wieder deutschen Boden betrete. Verläuft die Ausbildung meines Bruders erfolgreich? Hat einer meiner Freunde geheiratet? Sind alle immer noch fleißig am studieren oder haben sie ihr Studium bereits abgeschlossen? Ist mein kleiner Hund, den ich so lieb habe, noch am Leben?

Fragen über Fragen, die ich mir stelle. Wissen tue ich im Moment nur eines: „Schnell soll die Zeit verge'n, bis wir uns wiedersehn"

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