Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

USA

Gestatten, college student!

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich jemals ein amerikanisches College von innen sehen werde und jetzt studiere ich doch tatsächlich in den USA! Heute habe ich nicht nur meinen allerersten Tag im College hinter mich gebracht, ich habe auch gleich meinen Studentenausweis erhalten. Jetzt ist es also wirklich amtlich! Nicht nur erhalte ich ab sofort Vergünstigungen in Museen oder im Kino, ich fühle mich auch richtig amerikanisch. Wie mein erster Tag war? Aufregend, und mein Herz hat so sehr geschlagen, dass ich Angst hatte, man könnte es hören.

Ich hatte zwei verschiedene „Classes": „Introduction to Theatre" und „Speech Communication". Der Name meiner zweiten Class sagt auch schon alles aus, was wir heute gemacht haben: communication, communication, communication! Wie wir es alle aus der Schule kennen, musste sich jeder namentlich vorstellen und sagen, woher man kommt, was seine Hobbys sind und was sein „major", also sein Studienfach, ist. Als ich dann dran war, habe ich natürlich sofort erwähnt, dass ich Deutsche bin. Man kann es feige nennen, aber es war meine volle Absicht, dieses gleich in meinem ersten Satz zu erwähnen, denn ich habe mich gefragt: Was, wenn ich grammatikalische Fehler ohne Ende mache oder wenn sie sich wundern, warum meine Aussprache so komisch ist? Das mag vielleicht etwas übertrieben klingen, aber ich wollte lieber gleich die Karten offen legen, damit auch alle wissen, dass sie es mit einer Ausländerin zu tun haben.

Ich muss aber sagen, dass das sehr positiv aufgenommen wurde. Nicht nur mein Theaterlehrer hat sehr interessiert reagiert, sondern auch meine Mitschüler. Ich hoffe, dass das Interesse bestehen bleibt und dass sie sich nicht früher oder später denken: „Wir Amerikaner bleiben lieber unter uns" Das wäre wirklich schade. Jedenfalls haben wir heute am ersten Tag natürlich noch keinen richtigen Unterricht gehabt, sondern wurden, abgesehen von der Vorstellungsrunde, auf das Semester und die Themen vorbereitet. Alles klingt sehr interessant. Ich bin gespannt!

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 30, 2009

USA

Mein Prof. kennt sie alle!

Wer ist Stella Adler? Eine ehemalige enge Freundin meines Theaterlehrers und eine in den Staaten sehr berühmte Schauspiellehrerin. Wen mein Prof durch Stella Adler, leider bereits verstorben, kannte oder kennt? Marlon Brando, Robert De Niro und andere „kleine" Namen etwa von Broadway-Schauspielern. Außerdem hat er auch selbst als Schauspieler am Broadway gearbeitet und besaß sogar sein eigenes Theater.

Mensch, wen man hier in Amerika alles kennen lernt! Dass mein Professor ein leidenschaftlicher Schauspieler ist, beweist er in jeder Unterrichtsstunde aufs Neue, denn es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht eine kleine improvisierte Schauspieleinlage macht. Nur was heute kam, darauf war ich nicht vorbereitet: Er hat uns doch wirklich aufgefordert, einzeln nacheinander nach vorne zu kommen und etwas zu „performen". Oh je, oh je! Ich musste mir also schnell was aus dem Ärmel schütteln und habe eine Seniorin zum Besten gegeben. Denn in dieser Improvisationsaufgabe ging es darum, den Geh-Stil eines beliebigen Menschen zu simulieren. Also trat ich als gebrechliche Frau nach vorne und fühlte mich wirklich um Jahre gealtert.

So hatte ich mir den Theatereinführungskurs eigentlich nicht vorgestellt. So weit ich informiert war, handelt es sich um einen reinen Theorie-Kurs. Hätte ich gewusst, dass wir auch schauspielern sollen ... Na ja, da muss ich jetzt durch und wer kann schon von sich behaupten, von jemanden unterrichtet geworden zu sein, der sich so gut im Schauspiel-Business auskennt und noch dazu mit einigen Hollywood-Größen per Du ist?

Dieser Kurs hat das Potenzial, mein Lieblingskurs zu werden. Und das auch, weil ich dort meine erste Freundin gefunden habe: Ganz zufällig, oder auch schicksalsbedingt, sitzt Mariola neben mir, ebenfalls eine internationale Studentin. Sie kommt aus Polen und wir haben uns auf Anhieb verstanden. Juhu, ich hoffe, das ist der erste Schritt in Richtung Integration ins amerikanische Sozialleben außerhalb des Campus.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 29, 2009

USA

Ausländer? Hier geht's zum Student-Workshop (Teil 2)

In der Einführungsveranstaltung saß ich also nicht ganz unwissend da. Als ehemaliges Au-pair wusste ich zum Beispiel bereits, dass man einen amerikanischen Führerschein machen muss, um legal Auto fahren zu können. Außerdem bin ich auf Nummer sicher gegangen und nehme mir gleich 17 Credits für das erste Semester vor, damit ich nicht in Verzug komme, was die zu erreichende Gesamtanzahl von Credits für alle vier Semester betrifft.

Viele Studenten lassen ihr Studium schleifen und versuchen, sowenig Kurse wie möglich zu belegen. Auf diese Weise jedoch dauert das Studium zwangsläufig länger als vorgesehen, was ich auf keinem Fall anstrebe. Zwei Jahre und dann geht's wieder nach Deutschland, so plane ich es zumindest im Moment. Und dass zur Ein- und Ausreise nicht nur der Reisepass, sondern auch ein vom College bestätigtes Dokument meines Studenten-Status gehört, war mir auch schon vorher bewusst.

Was in diesem Workshop übrigens sofort ins Auge stach, war die ziemlich hohe Anzahl an asiatischen Studenten. Wow, mindestens jeder dritte sogenannte „freshman" ist dieses Jahr aus dem asiatischen Raum. Nicht dass mich das stört, aber ich hatte mir mindestens einen deutschen erhofft. Leider habe ich keinen antreffen können. Hoffentlich werde ich doch noch jemanden finden, der meine Sprache spricht.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Oct 27, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Oct 27, 2009