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USA

Karibik oder Schule?

Nein, wirklich KEINE schwere Frage! Schule natürlich! Nein, ich bin auch nicht verrückt, aber ich muss ehrlich gestehen, dass mir diese Wahl verdammt leicht gefallen ist. Während sich meine Gastfamilie letzte Woche in die Karibik aufgemacht und mir sogar angeboten hat, mitzukommen, verbringe ich meine Zeit lieber im kalten New Jersey … und zwar mit meinen Büchern! Wäre ich mitgekommen, hätte ich nicht nur sehr viel “Stoff” nachzuholen, meine Fehlzeit hätte sich darüber hinaus sehr erhöht.

Okay, ich habe noch nicht einen Tag im College gefehlt und die Chancen, dass ich einmal fehlen werde, sind bei meinem ausgeprägten Pflichtbewusstsein gleich null. Trotzdem sagte ich “Nein”. Es macht mir einfach viel zu viel Freude, Zeit im College zu verbringen und mich nach dem Unterricht mit einem Kaffee hinter meinen Büchern zu setzen. Jetzt ist meine Gastfamilie bereits seit vier Tage im heißen Aruba und ich genieße es, das Haus für mich allein zu haben. Schließlich ist es mit zwei wilden Jungs im Haus nicht immer ruhig.

Eine andere Tatsache hat mir die Entscheidung zusätzlich erleichtert: Die Karibikinsel, die sich meine Gastmutter ausgesucht hat, kenne ich bereits. Schließlich waren wir letztes Jahr im November fast zur selben Zeit schon einmal dort gewesen. Vielleicht wäre mir die Entscheidung schwerer gefallen, wäre es nach Florida oder in die Dominikanische Republik gegangen, aber schon wieder Aruba? Nein, danke!

Jetzt sitze ich also hier mit meinen Unterlagen und mache mir ein schönes Leben allein. Da wird auch gerne mal die Musik oder der Fernseher aufgedreht. Es ist ja keiner da, den es stören könnte.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 27, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 27, 2009

USA

Hilfe, noch nicht versichert!

O nein! Ich hätte mich besser informieren sollen, was die Krankenversicherung meines Colleges wirklich alles abdeckt. Letztens hat mich ein Professor gefragt, welche Krankenversicherung ich hätte. Ich habe ihn nur verdutzt angeschaut und meinte naiv, dass ich doch bereits über das College versichert sei. Daraufhin klärte er mich erst einmal auf: Internationale Studenten werden zwar automatisch über das College krankenversichert, denn ein Teil der Tuition fees, also der Studiengebühren, ist für genau diese Versicherung. Dieses reiche aber bei weitem nicht aus. Um es genau zu sagen: Der Krankenversicherungsschutz, den ich zur Zeit habe, zählt gleich Null.

Als ich das erfahren habe, musste ich erst einmal schlucken. Was, wenn ich mir den Finger breche? Was, wenn ich zum Zahnarzt muss? Welche Kosten kommen, oder noch schlimmer, wären auf mich zugekommen, hätte ich in den letzten Wochen einen Unfall gehabt? Ich mag es mir gar nicht ausmalen, schließlich wäre ich nichtsahnend zum Arzt gegangen. Und das böse Erwachen wäre mit dem Erhalt der Rechnung auf mich zugekommen.

Jetzt weiß ich also Bescheid. Eine Versicherung muss her und zwar schnell! Nachdem ich meinen Eltern schonend beigebracht habe, dass genau das, was sie am Anfang so skeptisch gemacht hat, wahr ist, habe ich mich auf Internet-Recherche begeben. Warum meine Eltern nie so wirklich glaubten, dass ich durchs College komplett krankenversichert sei? Das amerikanische health care system ist sehr unstabil. Viele Amerikaner haben entweder keine Versicherung oder aber ihre Versicherung deckt nur einen Teil der Kosten ab.

Wie auch immer, für mich bedeutet diese Neuigkeit, erst einmal sehr vorsichtig durchs Leben zu gehen, bis ich eine Versicherung abgeschlossen habe.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 23, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 23, 2009

USA

A, A und nochmals A

Nein, das sind nicht die Anfangsbuchstaben meiner amerikanischen Verehrer und genauso wenig handelt es sich um einen Schmerzensschrei. Ich sage nur: Meine Erwartungen, was meine Noten der Midterm-Examen und Aufsätze angehen, wurden übertroffen!

A, A und A sind tatsächlich die ersten drei Noten, die ich vor kurzem bekommen habe. Und das auf zwei fünf- und siebenseitige Papers und einem dieser sehr wichtigen Midterm-Examen. Was A bedeutet? Im amerikanischen Notensystem geht die Notenskala von A bis F, wobei ein A einer deutschen Eins entspricht. Mein erstes A bekam ich sogar in meinem Online-Kurs. Ja, „Überarbeitungseffekt“ hin oder her, wenn ich den Kurs mit dem einen oder anderen A auf Klausuren oder auch Papers abschließe, hat sich das Pauken mehr als gelohnt.

A’s auf Papers zu bekommen, macht mich schon ein wenig stolz, schließlich sind das Aufsätze in englischer Sprache und für mich einmal mehr eine Bestätigung dafür, dass ich mich vor englischen Muttersprachlern nicht verstecken muss. Ok, perfekt Englisch sprechen kann ich natürlich nicht, schließlich bin ich nun einmal keine Amerikanerin oder Engländerin, sondern Deutsche. Aber da hat mich meine Gastmutter beruhigt, denn sie meinte: „Kaum ein Amerikaner spricht eine andere Sprache außer Englisch fließend”. Na ja, das ist mir auch schon aufgefallen, aber der “Melting Pot” besteht trotzdem und ich glaube ich trage einen ganz guten Teil dazu bei.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Nov 18, 2009
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Nov 18, 2009